Donnerstag, 24. Mai 2012

Ambassy of Prayer + Pitch 'n Praise

Ein Blogtitel, der einem Mal so gar nichts sagt? Kein Problem, denn hätte mich jemand vor dem Jahr gefragt, was die beiden Begriffe bedeuten sollen - ich hätte keine Schimmer gehabt.
Vergangenen Montag sollte dann aber erst mal der erste Teil aufgeklärt werden, denn Jeff und Ursi waren von ihrer Kirche (bei der wir ja in der Kinderstunde mitgeholfen hatten) gefragt ob sie mit einer kleinen Gruppe zum National House of Prayer nach Ottawa gehen wollten. Es hat dann genau so gepasst, dass in der Woche keine Gruppe in Moffat war, sodass die Mission gesagt hat, das es kein Problem sei wenn sie gehen würden. Und so sind Otto und ich dann auch mit an Bord gekommen. Hatte ich im Vorhinein halt einfach mal ziemlich kein Plan was mich erwarten würde, kann ich jetzt im Nachhinein sagen, dass "Kurzbibelschule" dem wohl am nächsten kommt. Das National House of Prayer ist ein altes Nonnekloster, das seit 2005 das National House of Prayer (NHOP) ist, wo Gruppen hinkommen können und sich intensiv mit dem Thema Gebet und vor allem "Gebet für die Obrigkeit/Regierung" auseinandersetzten können und wo immer Prayermeetings für aktuelle Anliegen aus der Politik sind. Auch "Ambassy of Prayer" (Botschaft des Gebets) genannt, da das NHOP 15min entfernt vom Parlament in einer Gegend ist, wo viele Botschaften sind.
Unsere kleine, aber feine Gruppe :)
Die Tage waren mega intensiv, mit viel Input (Bibelarbeiten) und dem täglichen Besuch im Parlament zur Parlamentssitzung (Debatte). Auf jeden Fall aber eine richtig gute Zeit, herausfordernd Politik auch als Christ ernst zu nehmen, sich zu engagieren, zu informieren und für die Politik zu beten.




Ich war ja schon ein bisschen traurig, dass ich  Dynamis und Jugendtage verpassen würde, umso cooler dann, dass Otto und ich von Mike, dem Youthpastor der Southside gefragt wurden, ob wir als Leiter mit zu "Pitch and Praise" kommen wollten, das kanadische Äquivalent zu den Jugendtagen oder Dynamis. Das hatte sich angeboten, da drei unsere Deck Jungs und eines der Mädels das immer kommt, auch mitgegangen sind.
Das ganze war dann sogar noch deutlich größer (2000 Leute) als unserer Events im Remstal aber vom Ablauf ziemlich ähnlich. Das Wetter hat tagsüber richtig mega gut mitgespielt, nur nachts hatte ich die Kälte ein bisschen unterschätzt, sodass dann halt um 5Uhr morgens erstmal schön heiß duschen gegangen werden musste.

Eigentlich wie gewohnt gabs morgens eine Session im großen Zelt mit Worship und nem Input und dann Mittags Workshops, Seminare, Sport oder einfach nur abhängen und abends dann nochmal eine große Session und spätabends dann noch Angebote wie Karaoke, oder mal ein Konzert von ner Band etc.
Glücklicherweise hatten die Organisatoren nicht nur einen Sprecher eingeladen, sondern gleich drei, denn der erste war echt so grottenschlecht!! Unglaublich wie die an den rangekommen sind. Völlig unpassend für ein Jugendevent der Größe und des Formats. Um so besser, dass dann die anderen beiden Sprecher richtig super gut waren. Nach jeder Predigt gabs dann immer noch in den Teenkreisen "Kleingruppen-Gespräche" und es war echt cool zu sehen, dass das was die letzten beiden Sprecher zu sagen hatten, echt den Teens ins Herz gesprochen hat.
Gruppenbild :)
Auch wenn ich echt gar nicht darüber reden möchte, sind es ja nur noch 9 Wochen bis ich wieder nach Deutschland fliege ... aber ich denke, dass Pitch and Praise da uns echt nochmal in der Beziehung mit den vier Deck-teens vorangebracht hat und wir sie auf ihrem weiteren Weg mit Gott weiter begleiten können.

Langsam wird es auch Zeit das ich Studiumstechnisch vorankomme und da ich mich ja eigentlich schon so ziemlich auf Maschinenbau festgelegt hab, hab ich mich jetzt auch schon um ein Grundpraktikum umgeschaut, dass ich für die Bewerbung brauche. Voll gut, dass ich gestern eine Zusage für ein Praktikum bei einer Firma in Fellbach bekommen hab. Dann ist wenigstens das schon erledigt.
Danke auch für alle unterstützenden Gebete!

 Eine sonnige Woche!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Good Neighbours Day

Seit dem Umzug des Decks September letzten Jahres, also effektiv seit ich da bin, ist unser Gebetsanliegen, dass mehr Jugendliche ins Deck kommen, da viele durch den Umzug den Anschluss irgendwie verloren haben (es gibt halt einfach keine öffentlichen Verkehrsmittel hier, und Fahrradfahren ist hier sehr unpopulär). Jetzt aber dann plötzlich dieses Anliegen so supercool Schritt für Schritt in den letzten zwei Wochen in Erfüllung gehen zu sehen, ist dann schon echt beeindruckend, wenn dann plötzlich jeden Donnerstag 15-20 Jugendliche da sind und wir nicht mehr Angst haben müssen überhaupt ein 3gegen3 Hockeyspiel hinzubekommen.

Vor zwei Wochen haben wir jetzt auch den Basketballkorb gespendet bekommen, sodass Basketball der neueste Hit ist :D. Nicht grad mein Sport aber was man nicht alles macht ... ;-)

Samstag morgen um 7:00 Uhr gings dann erstmal aus den Federn, denn es stand der "Milton Good Neighbours Day" an - prinzipiell ähnlich, wie was wir mit dem Hauskreis selbstständig gemacht haben, eine große Putz-Aktion, nur diesmal halt Miltonweit organisiert. Und wir haben da mit den Deck mitgemacht.
Wir hatten allen Kids angeboten zu kommen, dass wir dann nachher aber zu 14 unseren zugeordneten Bezirk nach Müll abgrasen würden, hätte ich jetzt auch nicht erwartet. War cool und hat auch echt Spaß gemacht und es ist echt erstaunlich was man nicht alles findet, von Autoreifen, über eine Mikrowelle bis hin zu einem originalverpackten UV-Filter für eine Canon-Spiegelreflexkamera, der auch noch perfekt auf eines der Objektive der Kamera passt, mit der ich gerade fotografiere :-)

Da der große Traktor in Moffat will leider immer noch nicht, sodass wir die ganzen Rasenflächen mit den kleinen "Draufsitz-Rasenmäher" müssen - doch...hey... kein Ding!! Mega der Spaß! Könnte ich den ganzen Tag machen ;)
Sonst haben wir wieder das ganze Gebäude geputzt (alle Böden dampfgereinigt :D) und ein bisschen Gärtner gespielt, was zu meiner Überraschung richtig Spaß gemacht hat.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Feed the Homeless und eine erste Barbecue(BBQ)-Resurrection

Montag war nicht nur in dem Sinne ein besonderer Tag, dass in genau drei Monaten ich im Flieger zurück nach Deutschland sitzen würde, sondern auch weil es schon um 6 Uhr früh aus den Federn ging. Da wir uns ja schon seit einer Weile in unserer Bible-Study darüber Gedanken gemacht hatten, wie wir hier in Milton den Leuten dienen können und ihnen eine Freude machen, hatten wir jetzt am Montag geplant, bewaffnet mit belegten Brötchen und Kaffee, Obdachlosen in Milton ein schönes Frühstück zu bringen (Feed the Homeless). Zuvor hatten wir uns umgehört, wo wir sie denn finden könnten und sind dann guten Mutes losgezogen.
Ob es dann daran lag, dass wir vielleicht zu spät waren (die Sonne ging schon um 6:30Uhr auf und hell war es ja schon deutlich davor) oder das wir einfach nur die falschen Orte rausgesucht hatten - auf jeden Fall fanden wir an keinem der Orte zu denen wir fuhren, einen Obdachlosen. Zumindest sahen wir an einer Stelle die Zeltplanen, die als Dach benutzt wurden, aber scheinbar waren wir da schon zu spät gewesen. Irgendwie hatten wir nicht damit gerechnet auf niemanden zu treffen, doch die Herzenshaltung hinter dem ganzen zählt undwir werden jetzt einfach weitere Informationen einholen und nächstes Mal früher losziehen. Als mittelständische Suburb von Toronto ist Milton einfach kein Ort in dem Obdachlose gern gesehen werden (wobei es bei den kranken Häuserpreisen hier kein Wunder ist wenn man obdachlos wird...), sodass sie nicht oft in der Öffentlichkeit so auftreten. Aber ich bin zuversichtlich, dass aus dem ganzen noch eine super Sache wird :)

So oder ähnlich sehen die Teile dann aus
Was hier in Kanada ja ganz groß ist, sind Gasgrills.  Je größer desto besser und prinzipiell hat jeder Haushalt einen. Sind schon richtig cool die Teile, nur leider sehr rostanfällig. Das Schicksal hat auch den BBQ der Mission getroffen, der von Gruppen für Picknicks etc. benutzt wird. Doch kein Problem - Zeit für eine BBQ-Resurrection!
So war dann das Projekt am Dienstag aus zwei alten, teils verrosteten und kaputten BBQs einen neuen zusammen zu basteln. War echt ne witzige Sache, mit viel flexxen, bohren und provisorischem Zusammenbasteln. Trotzdem haben wir es geschafft einen völlig funktionsfähigen BBQ herzustellen, der der Mission hoffentlich noch ein paar Jahre dienen kann ;D (Bilder gibts heute mal leider keine, ich hatte die Kamera vergessen ...)

Die traurige Nachricht des Tages ist, dass der altgediente 1956 Fergusson-Traktor der Mission nicht mehr anspringen will, und wir natürlich jetzt hoffen, dass es nur ein kleines Problem ist, das schnell wieder behoben werden kann. Denn für einen neuen Traktor fehlt der LM Kanada ziemlich offensichtlich die Mittel ... aber die Hoffnung stirbt zuletzt! :)

Eine gesegnete Woche wünsch ich!