Freitag, 7. September 2012

Letzter Eintrag - The End

Wow ... mein letzter Eintrag hat dann aber doch auch eine Weile auf sich warten lassen, doch jetzt ist es an der Zeit auch mal meinen über das Jahr so gut gepflegten Blog in Rente zu schicken.

Die Zeit nach der Rückkehr war voll, mit Freunden und Familie wiedersehen und Besuchen, 8 Tage Seminare (Reentry), wo wir nochmal richtig gut über das Jahr reflektieren konnten und uns untereinander austauschen, und dann noch eine Woche Urlaub. Seit drei Wochen bin ich jetzt beim Vorpraktikum fürs Maschinenbaustudium in Aachen, wo auch noch eine Wohnung gefunden werden muss, um dann umziehen zu können.

Sonst bleibt mir nur noch ein fettes Danke zu sagen an alle treuen Blog-Leser, Beter, Unterstützer, Interessierten ... und alle die live mit mir durch das Jahr gegangen sind!
Es war hammer, unvergesslich, verändernd, prägend und hat tolle Freundschaften hinterlassen. Ich will keine Sekunde davon vermisst haben :)

Seid gesegnet =)



Sonntag, 15. Juli 2012

Time(s) to say good bye

Ja, da war es jetzt dann doch wichtiger meinen Rundbrief fertig zu bekommen als mein Blog diese Woche, sodass der für Montag geplante Blogeintrag dann halt auf heute verschoben werden musste :)

Ich hab hier ja schon einige Male mit eher schlechten kanadischen Organisationskünsten kämpfen müssen, aber langsam gewöhnt man sich daran. So war ich dann jetzt auch nicht so überrascht, als aus unserem für letztes Wochenende geplanten Campingtrip mit dem Deck dann doch kurzfristig nichts wurde und wir eine "guys-night" ansetzten.
War dann aber doch richtig gut! Sind zu Gord & Ann aus der Gemeinde gegangen, die einen Pool und einen Whirlpool im Garten haben und schön klassisch nordamerikanisch Hamburger und Hot dogs gegrillt.













Dann gings ins Deck wo wir dann die Nacht damit verbrachten, Kartenspiele, Playstation, Billard und Tischkicker zu spielen. Vor allem das Football-match um 3 Uhr morgens auf dem Straßenlaternen beleuchteten Parkplatz war dann ein Highlight :D.

Nach und nach hat sich dann jeder einen Platz zum Schlafen gesucht, manche Chaoten waren natürlich ganz kreativ :D (siehe unten).


Jedes Böhnchen ein Tönchen -  die Relation scheint es mit Hot dogs/Hamburgern scheinbar auch zu geben, zumindest der Geräuschkulisse nach zu urteilen ...

War ein mega Abschluss unseres Jahres mit dem Deck, denn diese Woche sollte ja schon unsere letzte werden.

Unseren Abschied im Deck haben wir dann am Freitag richtig schön mit Pizza und einigen guten Hockey-matches gefeiert.
Zur Erinnerung haben dann noch alle die wollten, auf unseren Kanada Flaggen unterschrieben, was eine coole Erinnerung an die tolle Zeit hier sein wird.














Für einige war unser Abschied besonders schwer, vor allem für Tyler (rechts auf dem Bild), einer der ältesten (16Jahre), mit dem wir uns echt mega gut verstanden haben. Hoffentlich hilft da Facebook oder Skype, den Kontakt nicht ganz zu verlieren.


Wer meinen Rundbrief gelesen hat, der sich letzte Woche auf seinen Weg nach Deutschland gemacht hat, weiß ja das dieses Wochenende ein abschließendes Camping-Wochenende mit unseren Freunden aus der Gemeinde anstandt. Da der Blogeintrag jetzt schon Rundbrieflänge hat, geb ich die Kurzfassung: Super Wetter, schöner Campingplatz, Marshmallows aufm Stick, Wildwasser-rafting in großen Reifen und Cliffjumping.

Joa, war eine richtig coole Aktion und jetzt geht es dann daran die ersten Pack-vorbereitungen zu treffen und zu schauen, ob denn überhaupt genügend Kofferplatz vorhanden ist ;)
Eine gesegnete Woche!

War edel, auch wenn ich darauf verzichten hätte können, als mein Ellbogen die Bekanntschaft mit einem großen Stein gemacht hat... :D










Samstag, 7. Juli 2012

Ein Königreich für eine Autobahn?!

Seit Wochen waren Otto, Pat und ich am rumüberlegen, ob wir nicht noch an irgendeinem Wochenende, bevor nach Deutschland abhauen, es möglich ist, das wir drei zusammen noch ein bisschen Urlaub machen können - was bis jetzt bei unseren Vorgängern immer Tradition gewesen war, gegen Ende noch mit Pat für ein paar Tage wegzufahren. Dumm dann nur, dass Pat bis Freitag nachmittag nicht wusste, ob sie das Wochenende überhaupt frei haben konnte, da bei ihr im Geschäft so viel los war.

Aber kein Problem - man ist ja flexibel - nachdem wir dann Freitag abend endlich wussten, dass Pat frei hatte, wurden nach dem Deck dann also noch spontan die Koffer gepackt. Samstag morgen 5Uhr ab auf die Straße ... wobei vielleicht noch zu erwähnen bleibt, dass das Ziel Montreal war - gute 600km Fahrt. So waren wir dann 8 Stunden unterwegs bevor uns die ersten außerirdischen ... ähmm ich mein französischen Straßenschilder entgegenkamen. Manchmal wünscht man sich dann doch auch hier eine schöne Deutsche Autobahn - aber in Kanada nimmt man so eine Reise für 1,5 Tage dann halt auch ohne Probleme auf sich.

Die Bilder hier zeigen aber, warum es auch so seine schöne Seiten hat ... :-)


Schön natürlich vor allem auch, wenn man dann Pat's Jeep mal seiner waren Bestimmung näher bringen kann ... und wer kann schon gesagt haben mal auf einer Autobahn (Highway) umgedreht zu haben ?!?

Trotz 8h Fahrt ein riesen Spaß






Montreal an sich ist eine richtig
schöne Stadt und wir haben die Zeit echt genossen. Erinnert stark an eine europäische Stadt (konnte ich mich Fotografisch wieder ausleben - die Ergüsse wie immer in der Galerie )


Vor zwei Wochen hatte ich ja schon darüber geschrieben, dass wir den Balkon in Moffat rausgerissen haben - diese Woche ging es dann daran die ganze Sache zu vollenden. War echt spaßig, doch bei 35°C (laut dem Radio gefühlte 45°C) dann doch mega anstrengend. Das abendliche Bad im See hat das dann aber schon fast wieder entschädigt und richtig gut vorangekommen sind wir auch, auch wenn in dem ganzen Projekt jetzt schon einiges der Vorräte an Balken, die wir gemacht haben, investiert wurden. Aber wenigstens hat es dann Charakter und Stil :D

Am Montag oder so will ich noch kurz übers Wochenende schreiben, jetzt braucht aber mein Rundbrief ein wenig Pflege, an dem ich schon seit einer guten Weile arbeite, sich aber immer hinten anstellen muss :D.

Ein voll gesegnetes und erholsames Wochenende wünsch ich euch!

Freitag, 29. Juni 2012

Escape the heat

Mark, Otto und ich vor dem fertiggestellten Arbeitsschuppen
Mir ist gerade erst aufgefallen, dass ich den Mark noch gar nicht vorgestellt habe - er ist Ursi's Bruder und und kommt immer Dienstag abend nach Moffat und hilft mit uns zusammen Mittwochs Jeff. Er ist ein richtig netter und mit ihm ist das Arbeiten dann immer noch ein Stückchen spaßiger. Vor allem unsere legendären Carcasson-nächte Dienstag Abends mit ihm, Jeff und Ursi werden mir da vor allem in Erinnerung bleiben.

Was macht man, nachdem man einen Morgen lang bei 35°C und Luftfeuchtigkeit wie im Dschungel, Heu gemacht und in Säcke verpackt hat? Genau!! Ab in den See!!
So war dann unser Trick der Hitze der letzten Wochen zu entkommen, nach getaner Arbeit kurz einen Sprung ins Nasse zu machen (Bilder von dem See auf dem Gelände hab ich ja schon früher hochgeladen). Und wer sagt denn, dass da wirklich Blutekel drin sind...?? Ich hab zumindest keine gesehen :D.

Unser Wochenende sollten wir dann zum wahrscheinlich letzten Mal in Toronto verbringen, da zwei unsrer LM-Kurzzeitlerkollegen getauft wurden. War aber schön nochmal die ganzen Leute aus den Appartments in Toronto zu sehen, wo wir jetzt schon das eine oder andere Wochenende verbracht haben.
Den ganzen Montag haben Otto und ich dann damit verbracht Pat's Keller fertig zu renovieren, Wänder wurden fertig verputzt, abgeschmiergelt und gestrichen und ein neues Soundsystem insalliert. Otto hat es da schon ziemlich drauf!
Kaum Dienstag Morgen, ging es schon wieder nach Moffat, wo kaum dass wir den Pinsel in Pat's Keller zur Seite gelegt hatten, schon die nächste Mahlaufgabe auf uns wartet und ein Teil des Waschhaus (mit den Duschen und WC für Gruppen, die auf dem Gelände campen oder Picknicks machen) angepinselt wurde.

Um mal ein kleines Beipiel für ein über das Jahr dauerndes Projekt zu geben, das am Mittwoch endlich den Abschluss gefunden hat: 

Schritt 1: Bäume fällen (im Dezember)                 Schritt 2: Sie durch die Sägemühle jagen (Frühling)
















Schritt 3: So sah der Geräteschuppen aus, als wir kamen              Schritt 4: Mit neuen Türen (März)


















Schritt 5: Der Geräteschuppen fertig verkleidet mit selbstegefälltem und "selbstgemühlten" Tannenholz vom LM-Gelände. Wie Jeff zu sagen pflegt "Beggers can't be choosers" (sowas wie "Bettler können keine Willis sein") - aber ich hab hier total gelernt, dass man aus wenig auch richtig viel machen. Die einzigen Kosten die wir jetzt gebraucht haben, waren für ein paar Schrauben und Nägel und für die zwei OSB Platten der Türen. Gut aussehen tut es ja auf jeden Fall!

Donnerstag, 21. Juni 2012

Eine modrige Geschichte

Spätestens wenn ein Balkon die auf dem Bild rechts zu sehenden Symptome aufzeigt, ist es an der Zeit, die ganze Sache rauszureisen. Projekt der letzten Woche also, den Balkon demolieren.
Seit zwei Wochen genießen wir hier eine kleine Hitzewelle, dumm nur, dass die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. Fühlt man sich wie im Dschungel ... hab ich auch erst jetzt gelernt, dass die enorme Luftfeuchtigkeit hier klimatisch bedingt normal ist.
Das ganze war dann eine ziemlich modrige Geschichte, teilweise nur noch auf den Abflussrohren liegend. Spaßig trotzdem alles runterzureisen.


Die Hitze hat uns natürlich im Deck auch ein wenig eingeschränkt, aber gegen Abend haben wir immer noch einiges an Hockey spielen können, sonst gabs Basketball immer wieder zwischen durch, oder mal ein kurzes Fußball-match.

Die restliche Zeit der Woche war gefüllt mit Uni-zeug. Meine Bewerbungen für Karlsruhe, Aachen und Stuttgart sind jetzt auf dem Weg nach Deutschland, Anträge auf einem Wohnheimplatz gestellt und jetzt fehlt halt nur noch die Entscheidung, wo ich dann hingehe. Die Präferenzen stehen grade eher für Karlsruhe oder Aachen, da ich immer noch den Drang habe was Neues zu sehen. Aber mal schaun wie sich das noch entwickelt. Total heiß bin ich aufs Studium aber schon richtig, was den Abschied hier vielleicht ein ganz kleines bisschen einfacher machen wird.

Freitag Abend durfte ich dann mal wieder kanadische Organisationskünste (die ich ja schon beim Golf Tournament erleben durfte) live am eigenen Leib spüren, als mir Oliver um 22:00Uhr eröffnete, dass er noch für den kommenden Tag für die "Benchpress Competition" (Bankdrück-Wettbewerb) Urkunde braucht, die ich designen sollte. Dumm nur dass wir bei Orlando aus der Gemeinde nach dem Deck noch zum Spieleabend eingeladen waren. Aber kein Problem, man ist ja FSJler und deswegen schön flexibel - da ist es dann auch kein Problem wenn man um 4:30 Uhr morgens Urkunden designend am Schreibtisch sitzt, wissend dass um 8Uhr die Pfunde gedrückt werden.
Auf dem Parklpatz vor dem Deck wurden die Gewichte gen Sonne gestemmt
Für die Jungs, mit denen wir in letzter Zeit trainiert hatten (primär auf den Wettbewerb hin), war es natürlich superspannend am "1st The Deck Milton Benchpress (and Deadlift) Competition" mitzumachen. Aber ich muss sagen, ich habs auch echt genossen :).
Über 20 Leute haben mit im Wettbewerb teilgenommen und dann hatten wir auch noch fast 20 Zuschauer. Richtig gut fürs erste Mal.
Mitorganisator war ein Pfarrer aus der Nähe hier, der ehemaliger Weightlifting Champion ist und ein richtiges Tier ist (450 Pfund beim Bankdrücken ...). Er hat dann noch ne Andacht gehalten hat und den Jungs gezeigt, dass wir auch Krafttraining zur Ehre Gottes machen können und ich fande es echt cool wie dieser mega durchtrainierte Kerl, der Gewichte in einem Alter von 57Jahren stemmt, von denen der Rest der Welt nur träumen kann, dann sagt, dass so stark wir auch sind, unsere Kraft so oft einfach fehlschlägt und das es ein großes Zeugnis ist, wenn wir vertrauen und anderen bezeugen, dass Gott unsere Kraft ist - gerade auch wenn wir uns mit Krafttraining beschäftigen.

Ein supercooles Event mit BBQ danach und als Sahnehäupchen sogar noch 500$ Spendeneinnahmen fürs Deck.
Das wird jetzt ein Event alle paar Monate werden. Hat sich meine Nachtschicht beim Urkundendesignen sogar gelohnt :-)

Mittags gings dann noch zu Darryl aus dem Hauskreis, der mit deiner Verlobten ein Haus gekauft hat, das von innen komplett neu gestrichen werden musste. Bis spät in die Nacht wurde dann noch fröhlich gemalert, als ich dann aber um 22:30Uhr daheim war, war so ziemlich der Akku leer :P - Sonntag und Montag war dann erstmal erholen angesagt :D

Stolze Medaillen-Gewinner :)


Sonntag, 10. Juni 2012

Es wird farbig ...

Was?? Schon Juni?? Keine Ahnung was mit meinem Kalender jeden morgen los ist, dass der schon Juni anzeigt?!?
Jaja, langsam ist es Zeit an Deutschland zu denken. Mach ich zumindest mal in meinen Studiums-bemühungen. Meine Städteauswahl hat sich jetzt schon so ziemlich auf Karlsruhe (KIT) und Aachen (RWTH) beschränkt. Mal schaun, wie sich das noch entwickelt.

In der restlichen Zeit gehts natürlich noch voll zur Sache.
Nächste Woche machen wir im Deck am Samstag eine "Benchpress-competition" (Bankdrücken-wettbewerb), deswegen hab ich dann am Montag erstmal noch ein Plakat designed und zum Werbung machen aufgehängt (danach musste dann natürlich auch noch trainiert werden :D).

Passend zum Thema des Mission days "Micronesien" haben wir
auch alles schön dekoriert :D
Dienstag, Mittwoch waren geprägt von Vorbereitungen für das große Missionsfest (Mission day) in Moffat, das gestern stattgefunden hat. Wir haben spekuliert, dass es schönes Wetter werden würde, und das Missionsfest dann zu nem richtig coolen Outdoor-event wird, mit Familienpicknick, spielen draußen, crafts (basteln) etc.
Blöd natürlich das es dann den ganzen Tag wie aus Kübeln geschüttet hat. So wurde dann alles ein bisschen umdisponiert und im Haus gemacht und es kamen wegen des Wetters auch nicht so viele Leute wie erwartet.
Trotzdem ein schönes Event, Berichte aus Indonesien, Lieder, Spiele und Basteln für die Kids und guten Leberkäse :D.

Nicht nur in Moffat wurde es farbenfroh, auch beim Deck gings am Freitag farbig zu.
Eine Farbenfirma aus Milton hatte sich bereit erklärt die Farbe für das Anstreichen des relativ eintönig grauen Gebäudes bereitzustellen. Daraus wurde dann ein richtiges Community-event, wo Freiwillige vom Deck, einige Teens, die sich von der Schule befreien lassen hatten und Freiwillige vom Paint-Shop zusammen malten und zwischendurch noch schön klassisch nordamerikanisch Hamburger und Hotdog gegrillt wurden.









Eine Menge Spaß hatten wir und tort klassischer Mahlermütze, die natürlich ein muss für Otto, Tyler, Sam (Volunteer) und mich war :-) hab ich mir dann auch noch nen schönen Sonnenbrand abgeholt.
















Das Ergebnis am Ende kann sich doch echt sehen lassen und jetzt sieht man die ganze Sache auch endlich mal richtig wenn man vorbeifährt. In den nächsten Tagen werde ich dann noch ein großes "The Deck" Schild designen, das dann über die Türe kommt.

 Mit der Paint-action war es aber dann noch nicht alles am Tag, denn abends war dann noch die Abschiedsfeier vom Brady, der seit 6 Jahren der Co-Chef vom Deck war und jetzt zu einer Stelle an einer christlichen Universität weiterzieht.
War eine schöne Feier und wir im Deck werden ihn auf jeden Fall vermissen mit seiner ruhigen Art und wie er immer als Ansprechpartner offen war. Hoffentlich findet das Deck da bald Ersatz.
Vor allem für die älteren unter den Teens (Tyler und Richard, beide 16) ist es schwierig, da Otto und ich in knapp zwei Monaten ja auch gehen werden, so nur noch Oliver da bleibt. Gleichtzeitig natürlich auch echt cool, dass die Beziehungen schon so weit wachsen durften, dass wir dann so arg vermisst werden (traurig natürlich dass wir gehen müssen).

Ich weiß -  der Post hat schon so seine Länge, aber heute war für alle vom Deck dann nochmal ein riesiges Event, denn beim Familien-Gottesdienst der Mitlon Bible Church (der Kirche, wo Oliver hingeht) wurde Chris getauft. Chris geht seit mehreren Jahren ins Deck und ist durch das Deck dann irgendwann mal mit Oliver zur Kirche gegangen (und geht seitdem) und das ist natürlich für uns Mitarbeiter total cool zu sehen, da hier jemand, der nichts mit dem Glauben zu tun hatte öffentlich (vor 500 Leuten!!) seinen Glauben bezeugt und sich taufen lässt. Dazu dann noch schöne 35°C, Picknick und gute Gemeinschaft! (Und natürlich der schönes Nachgeschmack eines deutschen EM-Siegs gegen Portugal auf der Zunge :D)

Sonntag, 3. Juni 2012

Let's golf!

 Nein, das Bild ist nicht aus dem Internet, sondern von mir selbst geschossen ... bleibt nur die Frage, was ich bei meinem FSJ auf einem Golfplatz mache?
Das es mich dahin verschlagen würde, hätte ich natürlich auch nicht gedacht, aber das Leben steckt voller Überraschungen und vorletzten Mittwoch (23.5) sollte einer der größten Fundraiser fürs Deck stattfinden, den wir bisher gemacht haben. Und Otto und ich waren natürlich mit am Start.
Wir beim leicht verplanten Check-in
War zwar erstmal alles ein bisschen zu kanadisch organisiert, sodass der ganze Check-in der Golfer, den Otto und ich machen mussten, ziemlich chaotisch war und ich ohne davor Bescheid zu wissen kurzerhand zum Tournament-Fotograf gekürt wurde und das ganze Fundraiser-Tournament ablichten musste (Teamfotos etc.). Aber mittlerweile hab ich ja gelernt, dass man flexibel sein muss :D

Der ganze Fundraiser funktionierte so, dass man für einen Festgesetzten Betrag von 175$ pro Person mitspielen konnte, wovon das Geld dann dem Deck zugute kommt. Zudem hatten Unternehmen die Möglichkeit ein "Hole" (Loch) des Golfplatzes für das Event zu "sponsorn". Wir haben für 17 von 18 Löchern einen Sponsor gefunden, richtig gut also.
Unser Arbeitsgefährt
Gut war dann, dass am Samstag dann gleich nochmal der gleiche Fundraiser anstand, für alle, die am Mittwoch nicht gekonnt hatten. So hatten wir am Samstag dann nochmal 30 Golfer und konnten uns diesesmal auch ein bisschen darauf vorbereiten (das heißt Listen wurden geschrieben, Excel-Tabellen erstellt, eine gescheite Abrechnung vorbereitet). Mit effektivem Organisieren haben die es hier halt auch nicht so.
Abgesehen vom Check-In der Golfer und der Spendenabwicklung, heizten wir dann halt noch in Golfcarts rum, machten Fotos und verteilten Snacks und Drinken.
Hat Spaß gemacht, das ganze mitzuorganieren und das Wetter hat auch voll gut mitgespielt. Mittlerweile haben wir auch schon die Abrechnung gemacht und der zusammen gekommene Spendenbetrag ist auch richtig gut.
Die Decke neu verputz, gestrichen und mit Spotlights versehen
Das ich so lange gebraucht hab den Blogeintrag zu schreiben, lag auch daran, dass wir angefangen haben Pats Keller und die Küche zu renovieren und wir sind gestern sogar mit der Küche fertig geworden.

Eine nicht so erfreuliche Nachricht gabs in den letzten Wochen auch noch, denn Brady, der Co-Chef des Decks, wird das Deck nach 6 Jahren verlassen. Den ganzen Freitag morgen hab ich dann damit verbracht ihm beim Umzug zu helfen, aber vor allem braucht das Deck jetzt jemanden, der bereit ist sich vollzeitlich für diese Sache einzusetzen (und man muss im Kopf behalten, dass Oliver und Brady ihren Lebensunterhalt über einen Spenderkreis finanzieren). Ein großes Gebetsanliegen also.

In Moffat bereiten wir gerade alles auf den Missionday nächste Woche vor. Wir haben wieder ein bisschen Gärtner gespielt, die sidings (Seitenverkleidung) der Werkstatt fertiggestellt und ich hab das erste Mal in meinem Leben Stroh gemacht :-) - natürlich ein riesen Spaß für Maya :)




Donnerstag, 24. Mai 2012

Ambassy of Prayer + Pitch 'n Praise

Ein Blogtitel, der einem Mal so gar nichts sagt? Kein Problem, denn hätte mich jemand vor dem Jahr gefragt, was die beiden Begriffe bedeuten sollen - ich hätte keine Schimmer gehabt.
Vergangenen Montag sollte dann aber erst mal der erste Teil aufgeklärt werden, denn Jeff und Ursi waren von ihrer Kirche (bei der wir ja in der Kinderstunde mitgeholfen hatten) gefragt ob sie mit einer kleinen Gruppe zum National House of Prayer nach Ottawa gehen wollten. Es hat dann genau so gepasst, dass in der Woche keine Gruppe in Moffat war, sodass die Mission gesagt hat, das es kein Problem sei wenn sie gehen würden. Und so sind Otto und ich dann auch mit an Bord gekommen. Hatte ich im Vorhinein halt einfach mal ziemlich kein Plan was mich erwarten würde, kann ich jetzt im Nachhinein sagen, dass "Kurzbibelschule" dem wohl am nächsten kommt. Das National House of Prayer ist ein altes Nonnekloster, das seit 2005 das National House of Prayer (NHOP) ist, wo Gruppen hinkommen können und sich intensiv mit dem Thema Gebet und vor allem "Gebet für die Obrigkeit/Regierung" auseinandersetzten können und wo immer Prayermeetings für aktuelle Anliegen aus der Politik sind. Auch "Ambassy of Prayer" (Botschaft des Gebets) genannt, da das NHOP 15min entfernt vom Parlament in einer Gegend ist, wo viele Botschaften sind.
Unsere kleine, aber feine Gruppe :)
Die Tage waren mega intensiv, mit viel Input (Bibelarbeiten) und dem täglichen Besuch im Parlament zur Parlamentssitzung (Debatte). Auf jeden Fall aber eine richtig gute Zeit, herausfordernd Politik auch als Christ ernst zu nehmen, sich zu engagieren, zu informieren und für die Politik zu beten.




Ich war ja schon ein bisschen traurig, dass ich  Dynamis und Jugendtage verpassen würde, umso cooler dann, dass Otto und ich von Mike, dem Youthpastor der Southside gefragt wurden, ob wir als Leiter mit zu "Pitch and Praise" kommen wollten, das kanadische Äquivalent zu den Jugendtagen oder Dynamis. Das hatte sich angeboten, da drei unsere Deck Jungs und eines der Mädels das immer kommt, auch mitgegangen sind.
Das ganze war dann sogar noch deutlich größer (2000 Leute) als unserer Events im Remstal aber vom Ablauf ziemlich ähnlich. Das Wetter hat tagsüber richtig mega gut mitgespielt, nur nachts hatte ich die Kälte ein bisschen unterschätzt, sodass dann halt um 5Uhr morgens erstmal schön heiß duschen gegangen werden musste.

Eigentlich wie gewohnt gabs morgens eine Session im großen Zelt mit Worship und nem Input und dann Mittags Workshops, Seminare, Sport oder einfach nur abhängen und abends dann nochmal eine große Session und spätabends dann noch Angebote wie Karaoke, oder mal ein Konzert von ner Band etc.
Glücklicherweise hatten die Organisatoren nicht nur einen Sprecher eingeladen, sondern gleich drei, denn der erste war echt so grottenschlecht!! Unglaublich wie die an den rangekommen sind. Völlig unpassend für ein Jugendevent der Größe und des Formats. Um so besser, dass dann die anderen beiden Sprecher richtig super gut waren. Nach jeder Predigt gabs dann immer noch in den Teenkreisen "Kleingruppen-Gespräche" und es war echt cool zu sehen, dass das was die letzten beiden Sprecher zu sagen hatten, echt den Teens ins Herz gesprochen hat.
Gruppenbild :)
Auch wenn ich echt gar nicht darüber reden möchte, sind es ja nur noch 9 Wochen bis ich wieder nach Deutschland fliege ... aber ich denke, dass Pitch and Praise da uns echt nochmal in der Beziehung mit den vier Deck-teens vorangebracht hat und wir sie auf ihrem weiteren Weg mit Gott weiter begleiten können.

Langsam wird es auch Zeit das ich Studiumstechnisch vorankomme und da ich mich ja eigentlich schon so ziemlich auf Maschinenbau festgelegt hab, hab ich mich jetzt auch schon um ein Grundpraktikum umgeschaut, dass ich für die Bewerbung brauche. Voll gut, dass ich gestern eine Zusage für ein Praktikum bei einer Firma in Fellbach bekommen hab. Dann ist wenigstens das schon erledigt.
Danke auch für alle unterstützenden Gebete!

 Eine sonnige Woche!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Good Neighbours Day

Seit dem Umzug des Decks September letzten Jahres, also effektiv seit ich da bin, ist unser Gebetsanliegen, dass mehr Jugendliche ins Deck kommen, da viele durch den Umzug den Anschluss irgendwie verloren haben (es gibt halt einfach keine öffentlichen Verkehrsmittel hier, und Fahrradfahren ist hier sehr unpopulär). Jetzt aber dann plötzlich dieses Anliegen so supercool Schritt für Schritt in den letzten zwei Wochen in Erfüllung gehen zu sehen, ist dann schon echt beeindruckend, wenn dann plötzlich jeden Donnerstag 15-20 Jugendliche da sind und wir nicht mehr Angst haben müssen überhaupt ein 3gegen3 Hockeyspiel hinzubekommen.

Vor zwei Wochen haben wir jetzt auch den Basketballkorb gespendet bekommen, sodass Basketball der neueste Hit ist :D. Nicht grad mein Sport aber was man nicht alles macht ... ;-)

Samstag morgen um 7:00 Uhr gings dann erstmal aus den Federn, denn es stand der "Milton Good Neighbours Day" an - prinzipiell ähnlich, wie was wir mit dem Hauskreis selbstständig gemacht haben, eine große Putz-Aktion, nur diesmal halt Miltonweit organisiert. Und wir haben da mit den Deck mitgemacht.
Wir hatten allen Kids angeboten zu kommen, dass wir dann nachher aber zu 14 unseren zugeordneten Bezirk nach Müll abgrasen würden, hätte ich jetzt auch nicht erwartet. War cool und hat auch echt Spaß gemacht und es ist echt erstaunlich was man nicht alles findet, von Autoreifen, über eine Mikrowelle bis hin zu einem originalverpackten UV-Filter für eine Canon-Spiegelreflexkamera, der auch noch perfekt auf eines der Objektive der Kamera passt, mit der ich gerade fotografiere :-)

Da der große Traktor in Moffat will leider immer noch nicht, sodass wir die ganzen Rasenflächen mit den kleinen "Draufsitz-Rasenmäher" müssen - doch...hey... kein Ding!! Mega der Spaß! Könnte ich den ganzen Tag machen ;)
Sonst haben wir wieder das ganze Gebäude geputzt (alle Böden dampfgereinigt :D) und ein bisschen Gärtner gespielt, was zu meiner Überraschung richtig Spaß gemacht hat.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Feed the Homeless und eine erste Barbecue(BBQ)-Resurrection

Montag war nicht nur in dem Sinne ein besonderer Tag, dass in genau drei Monaten ich im Flieger zurück nach Deutschland sitzen würde, sondern auch weil es schon um 6 Uhr früh aus den Federn ging. Da wir uns ja schon seit einer Weile in unserer Bible-Study darüber Gedanken gemacht hatten, wie wir hier in Milton den Leuten dienen können und ihnen eine Freude machen, hatten wir jetzt am Montag geplant, bewaffnet mit belegten Brötchen und Kaffee, Obdachlosen in Milton ein schönes Frühstück zu bringen (Feed the Homeless). Zuvor hatten wir uns umgehört, wo wir sie denn finden könnten und sind dann guten Mutes losgezogen.
Ob es dann daran lag, dass wir vielleicht zu spät waren (die Sonne ging schon um 6:30Uhr auf und hell war es ja schon deutlich davor) oder das wir einfach nur die falschen Orte rausgesucht hatten - auf jeden Fall fanden wir an keinem der Orte zu denen wir fuhren, einen Obdachlosen. Zumindest sahen wir an einer Stelle die Zeltplanen, die als Dach benutzt wurden, aber scheinbar waren wir da schon zu spät gewesen. Irgendwie hatten wir nicht damit gerechnet auf niemanden zu treffen, doch die Herzenshaltung hinter dem ganzen zählt undwir werden jetzt einfach weitere Informationen einholen und nächstes Mal früher losziehen. Als mittelständische Suburb von Toronto ist Milton einfach kein Ort in dem Obdachlose gern gesehen werden (wobei es bei den kranken Häuserpreisen hier kein Wunder ist wenn man obdachlos wird...), sodass sie nicht oft in der Öffentlichkeit so auftreten. Aber ich bin zuversichtlich, dass aus dem ganzen noch eine super Sache wird :)

So oder ähnlich sehen die Teile dann aus
Was hier in Kanada ja ganz groß ist, sind Gasgrills.  Je größer desto besser und prinzipiell hat jeder Haushalt einen. Sind schon richtig cool die Teile, nur leider sehr rostanfällig. Das Schicksal hat auch den BBQ der Mission getroffen, der von Gruppen für Picknicks etc. benutzt wird. Doch kein Problem - Zeit für eine BBQ-Resurrection!
So war dann das Projekt am Dienstag aus zwei alten, teils verrosteten und kaputten BBQs einen neuen zusammen zu basteln. War echt ne witzige Sache, mit viel flexxen, bohren und provisorischem Zusammenbasteln. Trotzdem haben wir es geschafft einen völlig funktionsfähigen BBQ herzustellen, der der Mission hoffentlich noch ein paar Jahre dienen kann ;D (Bilder gibts heute mal leider keine, ich hatte die Kamera vergessen ...)

Die traurige Nachricht des Tages ist, dass der altgediente 1956 Fergusson-Traktor der Mission nicht mehr anspringen will, und wir natürlich jetzt hoffen, dass es nur ein kleines Problem ist, das schnell wieder behoben werden kann. Denn für einen neuen Traktor fehlt der LM Kanada ziemlich offensichtlich die Mittel ... aber die Hoffnung stirbt zuletzt! :)

Eine gesegnete Woche wünsch ich!

Freitag, 27. April 2012

Capitol-visit

13h Nach-Busfahrt kann anstrengend sein ... ist dann aber doch eine Erfahrung wert, wenn das Ziel die Hauptstadt der USA, Washington DC, ist. Mittwoch auf Donnerstag sollte diese Fahrt für Otto und mich dann zu einem der weiteren spannenden Erlebnisse unsere Zeit hier in Kanada werden, zumal es an der Kanadisch-amerikanischen Grenze erstmal so aussah, als ob das ganze Unternehmen zum Scheitern verurteilt sei, da wir zuerst nicht über die Grenze gelassen wurden. Man glaubt es kaum, aber der Grund war, dass das Universitätswohnheim (Dorm) meines Freundes Andrew, in dessen Zimmer wir mit einquartiert werden würden, auf dem Gelände seiner Universität in Washington, keine Hausnummer hatte. So wollte uns die nette Lady an der Grenze nicht rüberlassen, da jeder Grenzübergänger eine Zieladresse haben muss; dumm nur, dass das Dorm gar keine Adresse hat (wie sich später herausstellte und wovon ich schon von Beginn an überzeugt war, da die Post zentral über die Universität verteilt wird...). Nach einigem guten Zurreden bekamen wir dann zwar unsere Greencard - Gott sei dank - denn für hunderte Dollar wieder mit den Taxi nach Toronto zu fahren - darauf hätte ich mal gar keine Lust gehabt.

Die vier Tage mit Andrew, den ich auf dem Schüleraustausch unserer Schule vor zwei Jahren kennengelernt habe, sollte dann aber richtig cool werden, nicht nur wegen seiner tollen Gastfreundschaft, dem schönen Campusgelände (und gutem Kantinenessen), super Wetter (25°C) sondern auch der vielen coole Leute, die wir kennenlernen durften.

Das ganze Programm an Sightseeing musste dann natürlich durchgezogen werden, das hieß vier Tage volles Rohr Museen, das Capitol, Weißes Haus, die vielen Gedenk-Monumente/-Memorials und so fast jede andere Sehenswürdigkeit, die der herkömmliche Reiseführer zu empfehlen hat.

Fotographisch konnte ich mich natürlich auch super austoben - die besten Ergebnisse könnt ihr in der Galerie bestaunen ;-)

Zur "echt amerikanischen" Erfahrung gehörte natürlich auch eine Menge Fastfood (das 6Uhr morgens Subway auf der Fahrt nach Washington muss jetzt nicht unbedingt wiederholt werden...) und dann Freitag abends sogar mein erste live Baseball-Spiel.


Die Zeit hat mir auch wieder gezeigt, wie wertvoll es ist, dass Otto und ich uns so gut verstehen und dass so ein Trip zusammen dann auch so gut möglich ist. Dafür bin ich echt total dankbar.
So schön es aber auch war in drei Wochen zwei Mal für vier Tage einen Auszeit zu haben, habe ich mich doch dann schon wieder voll auf die Arbeit in Moffat und im Deck gefreut und bin froh zu wissen, dass es jetzt bis Ende Juli voll durchgehend zur Sach geht.

Dienstag und Mittwoch musste in Moffat das Haus wieder für eine Gruppe hergerichtet werden, die am Mittwoch ankommen sollte, zu Beginn des Jahres nicht gerade meine Lieblingsarbeit, das Putzen, was mir jetzt aber durchaus auch Spaß macht (man glaubt es kaum :D).

Ich kann es ja selber noch nicht so richtig begreifen, dass ich mich jetzt schon im Endspurt meiner Zeit hier befinde - doch als wir Mittwoch Mittag das letzte Mal Kids-on-the-hill hatten (die Kinderstunde/Jungschar in der ich jetzt für sieben Monate mitgeholfen hatte) kamen dann doch irgendwie schon die ersten kleineren Abschiedswehen hoch. Hab ich die Kinder schon voll ins Herz geschlossen und hat es echt riesig Spaß gemacht dort immer mitzuhelfen.

Schön war es aber jetzt in den letzten zwei Tagen im Deck sehr viele neue Gesichter zu sehen und das sich die Zahl der Kids deutlich erhöht hat. In den nächsten Wochen stehen auch weitere Umbaurabeiten an (z.B. werden wir Anfang Mai das ganze Deck neu streichen), worauf ich mich auch schon freue, weil es das Deck dann einfach auch attraktiver machen wird.
Seit heute Mittag machen Otto und ich, sowie zwei weitere Jungs vom Deck beim "Hunger for Haiiti-Fundraiser" mit, wo 30 Stunden für Waisenkinder aus Haiiti gefastet wird und so von den teilnehmenden Jugendlichen Geld gesammelt wird (ist von unserm Boss (Oliver's) Kirche und unserer Kirche organisiert). Morgen werden dann alle Teilnehmen zusammen abhängen und abends gibts dann das lang ersehnte erste Essen nach 30h (mein Magen knurrt jetzt schon...). Aber auf jeden Fall eine richtig coole Sache.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir am Dienstag in Kanada von 10cm Neuschnee erwartet wurden - echt kanadische Verhältnisse also plötzlich ;-)

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!
Lukas

Mittwoch, 18. April 2012

Clean up Milton

Da ich meinen letzten Blogeintrag nicht zu lang werden lassen wollte, jetzt noch ein kleiner Nachtrag zu den letzten Tagen:

Kaum waren meinen Eltern Samstag morgen losgefahren, begangen in Moffat schon die Vorbereitungen für das Annual meeting der Liebenzell Mission of Canada, was den ganzen Samstag dann war. Ist echt witzig viele der Gründer der LM Canada zu treffen, viele davon schon gut betagt und aus Deutschland stammend aber schon seit langem in Kanada lebend und so seit der Gründung der LM Canada in den 80ern mit dabei. War dann irgendwie cool die noch so "rumschwabeln" zu hören (viele aus dem Süden Deutschlands). Otto und ich durften auch ein kurzes Zeugnis von unserer Zeit hier geben.
Ich glaub ich habs noch nicht erwähnt auf meinem Blog, aber wir lesen in unserer Bible-study seit einigen Wochen das Buch "Crazy Love" von Francis Chan (kann ich  nur höchstens empfehlen), das von der Liebe Gottes zu uns handelt und wie das unser Leben beeinflusst. So haben wir gedacht ist es an der Zeit mal mit ein paar ganz konkreten Aktionen in Milton Liebe zu zeigen :)
So packten wir am Sonntag nach einem gemeinsamen Mittagessen eine Rolle XL-Müllsäcke, Plastikhandschuhe und machten uns auf zu einem kleinen Park in der Nähe einer Grundschule, wo seit Jahren Leute an einem See ihren Müll ablagern und vor ein paar Wochen bei einem starken Sturm zusätzlich auch noch ein paar Mülltonnen umgefallen sind und er Müll dorthin geblasen wurde. Innerhalb von zwei Stunden waren 13 Müllsäcke randvoll gepackt und vielen Anwohnern, die uns gesehen haben, ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, da sie einfach nicht begreifen konnten, warum wir das freiwillig machen würden (Windeln verwandeln sich nach ein paar Jahren Verwesung in etwas ziemlich ekliges - ich will gar nicht wissen wie viele Chemikalien zur Wasserbindung da drin sind...).

Auch wenns nur ein kleiner Anfang war, hat es uns doch voll Spaß gemacht und mal wieder gezeigt, dass man Menschen auch durch was kleines Freude machen kann und ihnen ein Licht im oft so stressigen Alltag sein kann. Ich hoffe, dass wir die weiteren Aktionen, die wir geplant haben, bald auch durchziehen können - hoffentlich schön aktuell dann auf meinem Blog nachzulesen :)

Mit Psalm 37,3a wünsche ich euch eine weiter gesegnete und gute Woche!

"Vertraue auf den Herrn und tue Gutes!"

 Lukas

Montag, 16. April 2012

Busy Easter-time

Zwei richtig volle Wochen liegen hinter mir und es wird mal wieder Zeit Euch daran teilhaben zu lassen!
Um die Vorosterwoche in Moffat zu beschreiben, reicht eigentlich dieses Bild:

 Was das ist? Glasklar ... eine kleine Sägemühle! Zwei Tage lang arbeiteten Jeff, Otto, ich, Mark und Jeff's Dad daran die 14 Baumstämme, die wir vor einigen Wochen gefällt haben, zu Brettern und Balken zu verarbeiten. Die Sägemühle gehört dem "Nachbar", der ein rund 50 Hektar großes Gelände besitzt und die Mission die Sägemühle nützen lässt. Ist ein richtig cooler Typ. Die ganze Aktion war auf jeden Fall eine richtig coole Erfahrung.

Das Osterwochenende haben wir dann viel mit Pat's Familie verbracht, vor allem ihrer Tochter, Schwiegersohn und Enkelin. Ein Ausflugsziel war der "Killmann-zoo", ein privat betriebener Zoo mit sehr vielen zahmen Wildkatzen (handaufgezogen). Durch den Status eines "privaten" Zoos müssen die Käfige keinen offiziellen Kriterien entsprechen, sodass es dann schon ganz schön cool war einem riesigen Löwen einen Meter entfernt hinter einem Baumarkzaun gähnen zu sehen ...

Sonntag morgen gings richtig früh raus aus den Federn zum "Easter-Sunset-service" auf einem Aussichtspunkt nahe bei Milton. Nach einen richtig schönen Sonnenaufgang, wo man bis nach Toronto schauen konnte (und über den Lake Ontario) - ich Idiot hatte die Kamera vergessen ... - ging es dann zum Oster-Pancake-Frühstück in die Kirche.

Dienstag kam dann der große Tag: Besuch stand an! Mama, Papa, Dan und Hanna hatten ihren Weg von den USA hoch nach Milton gefunden und kamen wohlbehalten, wenn auch vom vielen Fahren leicht erschöpft in Moffat an. Danke für all die Lieben Grüße aus der Heimat, sei es in Wortform, Briefform, Skateschuh-kleber-form oder Schokoladenform! Ich hab mich riesig gefreut!
China Town
Richtig cool war dann, dass das Wetter voll mitgemacht hat und wir so Mittwochs einen kleineren Provincial Park (sowas wie ein Nationalpark) hier in der Nähe anschauen konnte, Donnerstag bei super Sonnenschein Toronto anschauen sowie das Deck besuchen konnten und Freitag zum Algonquin Provincial Park fahren konnten, welcher wirklich breathtaking (atemberaubend) war, wie ihr euch auf den Bildern unten und in der Galerie ja auch selbst überzeugen könnt :)
Ich hab die Zeit voll genossen, auch wenn es am Anfang ein bisschen komisch war so aus dem Arbeitsalltag wieder ins Familienleben einzusteigen :).
Einerseits freu ich mich jetzt auch wieder mehr auf Deutschland, doch andererseits ruft mir das auch nur wieder ins Gedächtnis, dass ich nur noch dreieinhalb Monate hier in Kanada bin. Doch die werde ich auf jeden Fall noch in allen Zügen genießen :-)



Im Algonquin Park

Nur so am Rande - oder wie der Kanadier sagen würde "By the way" -  hab ich Euch treuen Leser meines Blogs eigentlich schonmal dafür gedankt, dass ihr immer dranbleibt und Interesse an meiner Zeit hier zeigt?!    Danke!!!

Eine gesegnete Woche!