Freitag, 27. April 2012

Capitol-visit

13h Nach-Busfahrt kann anstrengend sein ... ist dann aber doch eine Erfahrung wert, wenn das Ziel die Hauptstadt der USA, Washington DC, ist. Mittwoch auf Donnerstag sollte diese Fahrt für Otto und mich dann zu einem der weiteren spannenden Erlebnisse unsere Zeit hier in Kanada werden, zumal es an der Kanadisch-amerikanischen Grenze erstmal so aussah, als ob das ganze Unternehmen zum Scheitern verurteilt sei, da wir zuerst nicht über die Grenze gelassen wurden. Man glaubt es kaum, aber der Grund war, dass das Universitätswohnheim (Dorm) meines Freundes Andrew, in dessen Zimmer wir mit einquartiert werden würden, auf dem Gelände seiner Universität in Washington, keine Hausnummer hatte. So wollte uns die nette Lady an der Grenze nicht rüberlassen, da jeder Grenzübergänger eine Zieladresse haben muss; dumm nur, dass das Dorm gar keine Adresse hat (wie sich später herausstellte und wovon ich schon von Beginn an überzeugt war, da die Post zentral über die Universität verteilt wird...). Nach einigem guten Zurreden bekamen wir dann zwar unsere Greencard - Gott sei dank - denn für hunderte Dollar wieder mit den Taxi nach Toronto zu fahren - darauf hätte ich mal gar keine Lust gehabt.

Die vier Tage mit Andrew, den ich auf dem Schüleraustausch unserer Schule vor zwei Jahren kennengelernt habe, sollte dann aber richtig cool werden, nicht nur wegen seiner tollen Gastfreundschaft, dem schönen Campusgelände (und gutem Kantinenessen), super Wetter (25°C) sondern auch der vielen coole Leute, die wir kennenlernen durften.

Das ganze Programm an Sightseeing musste dann natürlich durchgezogen werden, das hieß vier Tage volles Rohr Museen, das Capitol, Weißes Haus, die vielen Gedenk-Monumente/-Memorials und so fast jede andere Sehenswürdigkeit, die der herkömmliche Reiseführer zu empfehlen hat.

Fotographisch konnte ich mich natürlich auch super austoben - die besten Ergebnisse könnt ihr in der Galerie bestaunen ;-)

Zur "echt amerikanischen" Erfahrung gehörte natürlich auch eine Menge Fastfood (das 6Uhr morgens Subway auf der Fahrt nach Washington muss jetzt nicht unbedingt wiederholt werden...) und dann Freitag abends sogar mein erste live Baseball-Spiel.


Die Zeit hat mir auch wieder gezeigt, wie wertvoll es ist, dass Otto und ich uns so gut verstehen und dass so ein Trip zusammen dann auch so gut möglich ist. Dafür bin ich echt total dankbar.
So schön es aber auch war in drei Wochen zwei Mal für vier Tage einen Auszeit zu haben, habe ich mich doch dann schon wieder voll auf die Arbeit in Moffat und im Deck gefreut und bin froh zu wissen, dass es jetzt bis Ende Juli voll durchgehend zur Sach geht.

Dienstag und Mittwoch musste in Moffat das Haus wieder für eine Gruppe hergerichtet werden, die am Mittwoch ankommen sollte, zu Beginn des Jahres nicht gerade meine Lieblingsarbeit, das Putzen, was mir jetzt aber durchaus auch Spaß macht (man glaubt es kaum :D).

Ich kann es ja selber noch nicht so richtig begreifen, dass ich mich jetzt schon im Endspurt meiner Zeit hier befinde - doch als wir Mittwoch Mittag das letzte Mal Kids-on-the-hill hatten (die Kinderstunde/Jungschar in der ich jetzt für sieben Monate mitgeholfen hatte) kamen dann doch irgendwie schon die ersten kleineren Abschiedswehen hoch. Hab ich die Kinder schon voll ins Herz geschlossen und hat es echt riesig Spaß gemacht dort immer mitzuhelfen.

Schön war es aber jetzt in den letzten zwei Tagen im Deck sehr viele neue Gesichter zu sehen und das sich die Zahl der Kids deutlich erhöht hat. In den nächsten Wochen stehen auch weitere Umbaurabeiten an (z.B. werden wir Anfang Mai das ganze Deck neu streichen), worauf ich mich auch schon freue, weil es das Deck dann einfach auch attraktiver machen wird.
Seit heute Mittag machen Otto und ich, sowie zwei weitere Jungs vom Deck beim "Hunger for Haiiti-Fundraiser" mit, wo 30 Stunden für Waisenkinder aus Haiiti gefastet wird und so von den teilnehmenden Jugendlichen Geld gesammelt wird (ist von unserm Boss (Oliver's) Kirche und unserer Kirche organisiert). Morgen werden dann alle Teilnehmen zusammen abhängen und abends gibts dann das lang ersehnte erste Essen nach 30h (mein Magen knurrt jetzt schon...). Aber auf jeden Fall eine richtig coole Sache.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir am Dienstag in Kanada von 10cm Neuschnee erwartet wurden - echt kanadische Verhältnisse also plötzlich ;-)

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!
Lukas

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