Donnerstag, 21. Juni 2012

Eine modrige Geschichte

Spätestens wenn ein Balkon die auf dem Bild rechts zu sehenden Symptome aufzeigt, ist es an der Zeit, die ganze Sache rauszureisen. Projekt der letzten Woche also, den Balkon demolieren.
Seit zwei Wochen genießen wir hier eine kleine Hitzewelle, dumm nur, dass die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. Fühlt man sich wie im Dschungel ... hab ich auch erst jetzt gelernt, dass die enorme Luftfeuchtigkeit hier klimatisch bedingt normal ist.
Das ganze war dann eine ziemlich modrige Geschichte, teilweise nur noch auf den Abflussrohren liegend. Spaßig trotzdem alles runterzureisen.


Die Hitze hat uns natürlich im Deck auch ein wenig eingeschränkt, aber gegen Abend haben wir immer noch einiges an Hockey spielen können, sonst gabs Basketball immer wieder zwischen durch, oder mal ein kurzes Fußball-match.

Die restliche Zeit der Woche war gefüllt mit Uni-zeug. Meine Bewerbungen für Karlsruhe, Aachen und Stuttgart sind jetzt auf dem Weg nach Deutschland, Anträge auf einem Wohnheimplatz gestellt und jetzt fehlt halt nur noch die Entscheidung, wo ich dann hingehe. Die Präferenzen stehen grade eher für Karlsruhe oder Aachen, da ich immer noch den Drang habe was Neues zu sehen. Aber mal schaun wie sich das noch entwickelt. Total heiß bin ich aufs Studium aber schon richtig, was den Abschied hier vielleicht ein ganz kleines bisschen einfacher machen wird.

Freitag Abend durfte ich dann mal wieder kanadische Organisationskünste (die ich ja schon beim Golf Tournament erleben durfte) live am eigenen Leib spüren, als mir Oliver um 22:00Uhr eröffnete, dass er noch für den kommenden Tag für die "Benchpress Competition" (Bankdrück-Wettbewerb) Urkunde braucht, die ich designen sollte. Dumm nur dass wir bei Orlando aus der Gemeinde nach dem Deck noch zum Spieleabend eingeladen waren. Aber kein Problem, man ist ja FSJler und deswegen schön flexibel - da ist es dann auch kein Problem wenn man um 4:30 Uhr morgens Urkunden designend am Schreibtisch sitzt, wissend dass um 8Uhr die Pfunde gedrückt werden.
Auf dem Parklpatz vor dem Deck wurden die Gewichte gen Sonne gestemmt
Für die Jungs, mit denen wir in letzter Zeit trainiert hatten (primär auf den Wettbewerb hin), war es natürlich superspannend am "1st The Deck Milton Benchpress (and Deadlift) Competition" mitzumachen. Aber ich muss sagen, ich habs auch echt genossen :).
Über 20 Leute haben mit im Wettbewerb teilgenommen und dann hatten wir auch noch fast 20 Zuschauer. Richtig gut fürs erste Mal.
Mitorganisator war ein Pfarrer aus der Nähe hier, der ehemaliger Weightlifting Champion ist und ein richtiges Tier ist (450 Pfund beim Bankdrücken ...). Er hat dann noch ne Andacht gehalten hat und den Jungs gezeigt, dass wir auch Krafttraining zur Ehre Gottes machen können und ich fande es echt cool wie dieser mega durchtrainierte Kerl, der Gewichte in einem Alter von 57Jahren stemmt, von denen der Rest der Welt nur träumen kann, dann sagt, dass so stark wir auch sind, unsere Kraft so oft einfach fehlschlägt und das es ein großes Zeugnis ist, wenn wir vertrauen und anderen bezeugen, dass Gott unsere Kraft ist - gerade auch wenn wir uns mit Krafttraining beschäftigen.

Ein supercooles Event mit BBQ danach und als Sahnehäupchen sogar noch 500$ Spendeneinnahmen fürs Deck.
Das wird jetzt ein Event alle paar Monate werden. Hat sich meine Nachtschicht beim Urkundendesignen sogar gelohnt :-)

Mittags gings dann noch zu Darryl aus dem Hauskreis, der mit deiner Verlobten ein Haus gekauft hat, das von innen komplett neu gestrichen werden musste. Bis spät in die Nacht wurde dann noch fröhlich gemalert, als ich dann aber um 22:30Uhr daheim war, war so ziemlich der Akku leer :P - Sonntag und Montag war dann erstmal erholen angesagt :D

Stolze Medaillen-Gewinner :)


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