Donnerstag, 24. Mai 2012

Ambassy of Prayer + Pitch 'n Praise

Ein Blogtitel, der einem Mal so gar nichts sagt? Kein Problem, denn hätte mich jemand vor dem Jahr gefragt, was die beiden Begriffe bedeuten sollen - ich hätte keine Schimmer gehabt.
Vergangenen Montag sollte dann aber erst mal der erste Teil aufgeklärt werden, denn Jeff und Ursi waren von ihrer Kirche (bei der wir ja in der Kinderstunde mitgeholfen hatten) gefragt ob sie mit einer kleinen Gruppe zum National House of Prayer nach Ottawa gehen wollten. Es hat dann genau so gepasst, dass in der Woche keine Gruppe in Moffat war, sodass die Mission gesagt hat, das es kein Problem sei wenn sie gehen würden. Und so sind Otto und ich dann auch mit an Bord gekommen. Hatte ich im Vorhinein halt einfach mal ziemlich kein Plan was mich erwarten würde, kann ich jetzt im Nachhinein sagen, dass "Kurzbibelschule" dem wohl am nächsten kommt. Das National House of Prayer ist ein altes Nonnekloster, das seit 2005 das National House of Prayer (NHOP) ist, wo Gruppen hinkommen können und sich intensiv mit dem Thema Gebet und vor allem "Gebet für die Obrigkeit/Regierung" auseinandersetzten können und wo immer Prayermeetings für aktuelle Anliegen aus der Politik sind. Auch "Ambassy of Prayer" (Botschaft des Gebets) genannt, da das NHOP 15min entfernt vom Parlament in einer Gegend ist, wo viele Botschaften sind.
Unsere kleine, aber feine Gruppe :)
Die Tage waren mega intensiv, mit viel Input (Bibelarbeiten) und dem täglichen Besuch im Parlament zur Parlamentssitzung (Debatte). Auf jeden Fall aber eine richtig gute Zeit, herausfordernd Politik auch als Christ ernst zu nehmen, sich zu engagieren, zu informieren und für die Politik zu beten.




Ich war ja schon ein bisschen traurig, dass ich  Dynamis und Jugendtage verpassen würde, umso cooler dann, dass Otto und ich von Mike, dem Youthpastor der Southside gefragt wurden, ob wir als Leiter mit zu "Pitch and Praise" kommen wollten, das kanadische Äquivalent zu den Jugendtagen oder Dynamis. Das hatte sich angeboten, da drei unsere Deck Jungs und eines der Mädels das immer kommt, auch mitgegangen sind.
Das ganze war dann sogar noch deutlich größer (2000 Leute) als unserer Events im Remstal aber vom Ablauf ziemlich ähnlich. Das Wetter hat tagsüber richtig mega gut mitgespielt, nur nachts hatte ich die Kälte ein bisschen unterschätzt, sodass dann halt um 5Uhr morgens erstmal schön heiß duschen gegangen werden musste.

Eigentlich wie gewohnt gabs morgens eine Session im großen Zelt mit Worship und nem Input und dann Mittags Workshops, Seminare, Sport oder einfach nur abhängen und abends dann nochmal eine große Session und spätabends dann noch Angebote wie Karaoke, oder mal ein Konzert von ner Band etc.
Glücklicherweise hatten die Organisatoren nicht nur einen Sprecher eingeladen, sondern gleich drei, denn der erste war echt so grottenschlecht!! Unglaublich wie die an den rangekommen sind. Völlig unpassend für ein Jugendevent der Größe und des Formats. Um so besser, dass dann die anderen beiden Sprecher richtig super gut waren. Nach jeder Predigt gabs dann immer noch in den Teenkreisen "Kleingruppen-Gespräche" und es war echt cool zu sehen, dass das was die letzten beiden Sprecher zu sagen hatten, echt den Teens ins Herz gesprochen hat.
Gruppenbild :)
Auch wenn ich echt gar nicht darüber reden möchte, sind es ja nur noch 9 Wochen bis ich wieder nach Deutschland fliege ... aber ich denke, dass Pitch and Praise da uns echt nochmal in der Beziehung mit den vier Deck-teens vorangebracht hat und wir sie auf ihrem weiteren Weg mit Gott weiter begleiten können.

Langsam wird es auch Zeit das ich Studiumstechnisch vorankomme und da ich mich ja eigentlich schon so ziemlich auf Maschinenbau festgelegt hab, hab ich mich jetzt auch schon um ein Grundpraktikum umgeschaut, dass ich für die Bewerbung brauche. Voll gut, dass ich gestern eine Zusage für ein Praktikum bei einer Firma in Fellbach bekommen hab. Dann ist wenigstens das schon erledigt.
Danke auch für alle unterstützenden Gebete!

 Eine sonnige Woche!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Good Neighbours Day

Seit dem Umzug des Decks September letzten Jahres, also effektiv seit ich da bin, ist unser Gebetsanliegen, dass mehr Jugendliche ins Deck kommen, da viele durch den Umzug den Anschluss irgendwie verloren haben (es gibt halt einfach keine öffentlichen Verkehrsmittel hier, und Fahrradfahren ist hier sehr unpopulär). Jetzt aber dann plötzlich dieses Anliegen so supercool Schritt für Schritt in den letzten zwei Wochen in Erfüllung gehen zu sehen, ist dann schon echt beeindruckend, wenn dann plötzlich jeden Donnerstag 15-20 Jugendliche da sind und wir nicht mehr Angst haben müssen überhaupt ein 3gegen3 Hockeyspiel hinzubekommen.

Vor zwei Wochen haben wir jetzt auch den Basketballkorb gespendet bekommen, sodass Basketball der neueste Hit ist :D. Nicht grad mein Sport aber was man nicht alles macht ... ;-)

Samstag morgen um 7:00 Uhr gings dann erstmal aus den Federn, denn es stand der "Milton Good Neighbours Day" an - prinzipiell ähnlich, wie was wir mit dem Hauskreis selbstständig gemacht haben, eine große Putz-Aktion, nur diesmal halt Miltonweit organisiert. Und wir haben da mit den Deck mitgemacht.
Wir hatten allen Kids angeboten zu kommen, dass wir dann nachher aber zu 14 unseren zugeordneten Bezirk nach Müll abgrasen würden, hätte ich jetzt auch nicht erwartet. War cool und hat auch echt Spaß gemacht und es ist echt erstaunlich was man nicht alles findet, von Autoreifen, über eine Mikrowelle bis hin zu einem originalverpackten UV-Filter für eine Canon-Spiegelreflexkamera, der auch noch perfekt auf eines der Objektive der Kamera passt, mit der ich gerade fotografiere :-)

Da der große Traktor in Moffat will leider immer noch nicht, sodass wir die ganzen Rasenflächen mit den kleinen "Draufsitz-Rasenmäher" müssen - doch...hey... kein Ding!! Mega der Spaß! Könnte ich den ganzen Tag machen ;)
Sonst haben wir wieder das ganze Gebäude geputzt (alle Böden dampfgereinigt :D) und ein bisschen Gärtner gespielt, was zu meiner Überraschung richtig Spaß gemacht hat.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Feed the Homeless und eine erste Barbecue(BBQ)-Resurrection

Montag war nicht nur in dem Sinne ein besonderer Tag, dass in genau drei Monaten ich im Flieger zurück nach Deutschland sitzen würde, sondern auch weil es schon um 6 Uhr früh aus den Federn ging. Da wir uns ja schon seit einer Weile in unserer Bible-Study darüber Gedanken gemacht hatten, wie wir hier in Milton den Leuten dienen können und ihnen eine Freude machen, hatten wir jetzt am Montag geplant, bewaffnet mit belegten Brötchen und Kaffee, Obdachlosen in Milton ein schönes Frühstück zu bringen (Feed the Homeless). Zuvor hatten wir uns umgehört, wo wir sie denn finden könnten und sind dann guten Mutes losgezogen.
Ob es dann daran lag, dass wir vielleicht zu spät waren (die Sonne ging schon um 6:30Uhr auf und hell war es ja schon deutlich davor) oder das wir einfach nur die falschen Orte rausgesucht hatten - auf jeden Fall fanden wir an keinem der Orte zu denen wir fuhren, einen Obdachlosen. Zumindest sahen wir an einer Stelle die Zeltplanen, die als Dach benutzt wurden, aber scheinbar waren wir da schon zu spät gewesen. Irgendwie hatten wir nicht damit gerechnet auf niemanden zu treffen, doch die Herzenshaltung hinter dem ganzen zählt undwir werden jetzt einfach weitere Informationen einholen und nächstes Mal früher losziehen. Als mittelständische Suburb von Toronto ist Milton einfach kein Ort in dem Obdachlose gern gesehen werden (wobei es bei den kranken Häuserpreisen hier kein Wunder ist wenn man obdachlos wird...), sodass sie nicht oft in der Öffentlichkeit so auftreten. Aber ich bin zuversichtlich, dass aus dem ganzen noch eine super Sache wird :)

So oder ähnlich sehen die Teile dann aus
Was hier in Kanada ja ganz groß ist, sind Gasgrills.  Je größer desto besser und prinzipiell hat jeder Haushalt einen. Sind schon richtig cool die Teile, nur leider sehr rostanfällig. Das Schicksal hat auch den BBQ der Mission getroffen, der von Gruppen für Picknicks etc. benutzt wird. Doch kein Problem - Zeit für eine BBQ-Resurrection!
So war dann das Projekt am Dienstag aus zwei alten, teils verrosteten und kaputten BBQs einen neuen zusammen zu basteln. War echt ne witzige Sache, mit viel flexxen, bohren und provisorischem Zusammenbasteln. Trotzdem haben wir es geschafft einen völlig funktionsfähigen BBQ herzustellen, der der Mission hoffentlich noch ein paar Jahre dienen kann ;D (Bilder gibts heute mal leider keine, ich hatte die Kamera vergessen ...)

Die traurige Nachricht des Tages ist, dass der altgediente 1956 Fergusson-Traktor der Mission nicht mehr anspringen will, und wir natürlich jetzt hoffen, dass es nur ein kleines Problem ist, das schnell wieder behoben werden kann. Denn für einen neuen Traktor fehlt der LM Kanada ziemlich offensichtlich die Mittel ... aber die Hoffnung stirbt zuletzt! :)

Eine gesegnete Woche wünsch ich!

Freitag, 27. April 2012

Capitol-visit

13h Nach-Busfahrt kann anstrengend sein ... ist dann aber doch eine Erfahrung wert, wenn das Ziel die Hauptstadt der USA, Washington DC, ist. Mittwoch auf Donnerstag sollte diese Fahrt für Otto und mich dann zu einem der weiteren spannenden Erlebnisse unsere Zeit hier in Kanada werden, zumal es an der Kanadisch-amerikanischen Grenze erstmal so aussah, als ob das ganze Unternehmen zum Scheitern verurteilt sei, da wir zuerst nicht über die Grenze gelassen wurden. Man glaubt es kaum, aber der Grund war, dass das Universitätswohnheim (Dorm) meines Freundes Andrew, in dessen Zimmer wir mit einquartiert werden würden, auf dem Gelände seiner Universität in Washington, keine Hausnummer hatte. So wollte uns die nette Lady an der Grenze nicht rüberlassen, da jeder Grenzübergänger eine Zieladresse haben muss; dumm nur, dass das Dorm gar keine Adresse hat (wie sich später herausstellte und wovon ich schon von Beginn an überzeugt war, da die Post zentral über die Universität verteilt wird...). Nach einigem guten Zurreden bekamen wir dann zwar unsere Greencard - Gott sei dank - denn für hunderte Dollar wieder mit den Taxi nach Toronto zu fahren - darauf hätte ich mal gar keine Lust gehabt.

Die vier Tage mit Andrew, den ich auf dem Schüleraustausch unserer Schule vor zwei Jahren kennengelernt habe, sollte dann aber richtig cool werden, nicht nur wegen seiner tollen Gastfreundschaft, dem schönen Campusgelände (und gutem Kantinenessen), super Wetter (25°C) sondern auch der vielen coole Leute, die wir kennenlernen durften.

Das ganze Programm an Sightseeing musste dann natürlich durchgezogen werden, das hieß vier Tage volles Rohr Museen, das Capitol, Weißes Haus, die vielen Gedenk-Monumente/-Memorials und so fast jede andere Sehenswürdigkeit, die der herkömmliche Reiseführer zu empfehlen hat.

Fotographisch konnte ich mich natürlich auch super austoben - die besten Ergebnisse könnt ihr in der Galerie bestaunen ;-)

Zur "echt amerikanischen" Erfahrung gehörte natürlich auch eine Menge Fastfood (das 6Uhr morgens Subway auf der Fahrt nach Washington muss jetzt nicht unbedingt wiederholt werden...) und dann Freitag abends sogar mein erste live Baseball-Spiel.


Die Zeit hat mir auch wieder gezeigt, wie wertvoll es ist, dass Otto und ich uns so gut verstehen und dass so ein Trip zusammen dann auch so gut möglich ist. Dafür bin ich echt total dankbar.
So schön es aber auch war in drei Wochen zwei Mal für vier Tage einen Auszeit zu haben, habe ich mich doch dann schon wieder voll auf die Arbeit in Moffat und im Deck gefreut und bin froh zu wissen, dass es jetzt bis Ende Juli voll durchgehend zur Sach geht.

Dienstag und Mittwoch musste in Moffat das Haus wieder für eine Gruppe hergerichtet werden, die am Mittwoch ankommen sollte, zu Beginn des Jahres nicht gerade meine Lieblingsarbeit, das Putzen, was mir jetzt aber durchaus auch Spaß macht (man glaubt es kaum :D).

Ich kann es ja selber noch nicht so richtig begreifen, dass ich mich jetzt schon im Endspurt meiner Zeit hier befinde - doch als wir Mittwoch Mittag das letzte Mal Kids-on-the-hill hatten (die Kinderstunde/Jungschar in der ich jetzt für sieben Monate mitgeholfen hatte) kamen dann doch irgendwie schon die ersten kleineren Abschiedswehen hoch. Hab ich die Kinder schon voll ins Herz geschlossen und hat es echt riesig Spaß gemacht dort immer mitzuhelfen.

Schön war es aber jetzt in den letzten zwei Tagen im Deck sehr viele neue Gesichter zu sehen und das sich die Zahl der Kids deutlich erhöht hat. In den nächsten Wochen stehen auch weitere Umbaurabeiten an (z.B. werden wir Anfang Mai das ganze Deck neu streichen), worauf ich mich auch schon freue, weil es das Deck dann einfach auch attraktiver machen wird.
Seit heute Mittag machen Otto und ich, sowie zwei weitere Jungs vom Deck beim "Hunger for Haiiti-Fundraiser" mit, wo 30 Stunden für Waisenkinder aus Haiiti gefastet wird und so von den teilnehmenden Jugendlichen Geld gesammelt wird (ist von unserm Boss (Oliver's) Kirche und unserer Kirche organisiert). Morgen werden dann alle Teilnehmen zusammen abhängen und abends gibts dann das lang ersehnte erste Essen nach 30h (mein Magen knurrt jetzt schon...). Aber auf jeden Fall eine richtig coole Sache.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir am Dienstag in Kanada von 10cm Neuschnee erwartet wurden - echt kanadische Verhältnisse also plötzlich ;-)

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!
Lukas

Mittwoch, 18. April 2012

Clean up Milton

Da ich meinen letzten Blogeintrag nicht zu lang werden lassen wollte, jetzt noch ein kleiner Nachtrag zu den letzten Tagen:

Kaum waren meinen Eltern Samstag morgen losgefahren, begangen in Moffat schon die Vorbereitungen für das Annual meeting der Liebenzell Mission of Canada, was den ganzen Samstag dann war. Ist echt witzig viele der Gründer der LM Canada zu treffen, viele davon schon gut betagt und aus Deutschland stammend aber schon seit langem in Kanada lebend und so seit der Gründung der LM Canada in den 80ern mit dabei. War dann irgendwie cool die noch so "rumschwabeln" zu hören (viele aus dem Süden Deutschlands). Otto und ich durften auch ein kurzes Zeugnis von unserer Zeit hier geben.
Ich glaub ich habs noch nicht erwähnt auf meinem Blog, aber wir lesen in unserer Bible-study seit einigen Wochen das Buch "Crazy Love" von Francis Chan (kann ich  nur höchstens empfehlen), das von der Liebe Gottes zu uns handelt und wie das unser Leben beeinflusst. So haben wir gedacht ist es an der Zeit mal mit ein paar ganz konkreten Aktionen in Milton Liebe zu zeigen :)
So packten wir am Sonntag nach einem gemeinsamen Mittagessen eine Rolle XL-Müllsäcke, Plastikhandschuhe und machten uns auf zu einem kleinen Park in der Nähe einer Grundschule, wo seit Jahren Leute an einem See ihren Müll ablagern und vor ein paar Wochen bei einem starken Sturm zusätzlich auch noch ein paar Mülltonnen umgefallen sind und er Müll dorthin geblasen wurde. Innerhalb von zwei Stunden waren 13 Müllsäcke randvoll gepackt und vielen Anwohnern, die uns gesehen haben, ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, da sie einfach nicht begreifen konnten, warum wir das freiwillig machen würden (Windeln verwandeln sich nach ein paar Jahren Verwesung in etwas ziemlich ekliges - ich will gar nicht wissen wie viele Chemikalien zur Wasserbindung da drin sind...).

Auch wenns nur ein kleiner Anfang war, hat es uns doch voll Spaß gemacht und mal wieder gezeigt, dass man Menschen auch durch was kleines Freude machen kann und ihnen ein Licht im oft so stressigen Alltag sein kann. Ich hoffe, dass wir die weiteren Aktionen, die wir geplant haben, bald auch durchziehen können - hoffentlich schön aktuell dann auf meinem Blog nachzulesen :)

Mit Psalm 37,3a wünsche ich euch eine weiter gesegnete und gute Woche!

"Vertraue auf den Herrn und tue Gutes!"

 Lukas

Montag, 16. April 2012

Busy Easter-time

Zwei richtig volle Wochen liegen hinter mir und es wird mal wieder Zeit Euch daran teilhaben zu lassen!
Um die Vorosterwoche in Moffat zu beschreiben, reicht eigentlich dieses Bild:

 Was das ist? Glasklar ... eine kleine Sägemühle! Zwei Tage lang arbeiteten Jeff, Otto, ich, Mark und Jeff's Dad daran die 14 Baumstämme, die wir vor einigen Wochen gefällt haben, zu Brettern und Balken zu verarbeiten. Die Sägemühle gehört dem "Nachbar", der ein rund 50 Hektar großes Gelände besitzt und die Mission die Sägemühle nützen lässt. Ist ein richtig cooler Typ. Die ganze Aktion war auf jeden Fall eine richtig coole Erfahrung.

Das Osterwochenende haben wir dann viel mit Pat's Familie verbracht, vor allem ihrer Tochter, Schwiegersohn und Enkelin. Ein Ausflugsziel war der "Killmann-zoo", ein privat betriebener Zoo mit sehr vielen zahmen Wildkatzen (handaufgezogen). Durch den Status eines "privaten" Zoos müssen die Käfige keinen offiziellen Kriterien entsprechen, sodass es dann schon ganz schön cool war einem riesigen Löwen einen Meter entfernt hinter einem Baumarkzaun gähnen zu sehen ...

Sonntag morgen gings richtig früh raus aus den Federn zum "Easter-Sunset-service" auf einem Aussichtspunkt nahe bei Milton. Nach einen richtig schönen Sonnenaufgang, wo man bis nach Toronto schauen konnte (und über den Lake Ontario) - ich Idiot hatte die Kamera vergessen ... - ging es dann zum Oster-Pancake-Frühstück in die Kirche.

Dienstag kam dann der große Tag: Besuch stand an! Mama, Papa, Dan und Hanna hatten ihren Weg von den USA hoch nach Milton gefunden und kamen wohlbehalten, wenn auch vom vielen Fahren leicht erschöpft in Moffat an. Danke für all die Lieben Grüße aus der Heimat, sei es in Wortform, Briefform, Skateschuh-kleber-form oder Schokoladenform! Ich hab mich riesig gefreut!
China Town
Richtig cool war dann, dass das Wetter voll mitgemacht hat und wir so Mittwochs einen kleineren Provincial Park (sowas wie ein Nationalpark) hier in der Nähe anschauen konnte, Donnerstag bei super Sonnenschein Toronto anschauen sowie das Deck besuchen konnten und Freitag zum Algonquin Provincial Park fahren konnten, welcher wirklich breathtaking (atemberaubend) war, wie ihr euch auf den Bildern unten und in der Galerie ja auch selbst überzeugen könnt :)
Ich hab die Zeit voll genossen, auch wenn es am Anfang ein bisschen komisch war so aus dem Arbeitsalltag wieder ins Familienleben einzusteigen :).
Einerseits freu ich mich jetzt auch wieder mehr auf Deutschland, doch andererseits ruft mir das auch nur wieder ins Gedächtnis, dass ich nur noch dreieinhalb Monate hier in Kanada bin. Doch die werde ich auf jeden Fall noch in allen Zügen genießen :-)



Im Algonquin Park

Nur so am Rande - oder wie der Kanadier sagen würde "By the way" -  hab ich Euch treuen Leser meines Blogs eigentlich schonmal dafür gedankt, dass ihr immer dranbleibt und Interesse an meiner Zeit hier zeigt?!    Danke!!!

Eine gesegnete Woche!

Montag, 2. April 2012

Retreat II

Ich konnte es ja selbst fast nicht glauben, als ich am Sonntag dann endlich meinen 2. Rundbrief fertig bekommen habe und ihn losschicken konnte (wer ihn nicht bekommen hat, bitte melden). Hat dann doch ne Weile gebraucht, bis ich ihn fertig hatte, konnte ich mich so aber um so mehr aufs Retreat die Woche freuen.

Auch wenn die Wetteraussichten nicht so gut für die Woche waren, war mein Koffer natürlich voll mit kurzen Hosen, perfekte Aussichten also :)
Auch wenn das Retreat schon Montag Mittag angefangen hatte, fuhren wir Abends nach Milton mit allen die Lust hatten zum Halbfinale der Volleyball-church-league. Auch mit der Unterstützung unseres Mitgebrachten Fanclubs konnten wir die Niederlage gegen das erste Team unserer Kirche nicht abwenden, war aber doch ein knappes Spiel und die ganze Saison war doch cool.

Ben und Otto im Gespräch vertieft
Das Retreat sollte uns dazu dienen uns untereinander Auszutauschen über das bisher erlebte, aber auch ein bisschen vom Alltag abzuschalten. So gab es zwar dann auch einen coolen Vortrag von Jakob, dem Direktor von Liebenzell Canada und eine richtig gute Andacht von Andi, einem der Mission-candidates, der auch schon letztes Retreat mit seiner Frau Doni mitgeholfen hat, war aber sonst der Tagesablauf von viel Austausch und Gesprächen untereinander geprägt. Es ist schon hammer cool was für eine super Gemeinschaft sich unter uns 18 FSJlern mittlerweile gebildet hat und was für Freundschaften da entstehen konnten.
Das Wetter hat dann schon voll gut mitgespielt, sodass wir Volleyball, Fußball und Football draußen spielen konnten, Spaziergänge auf dem Gelände machen und gemeinsam die Zeit genießen.


















 War dann auch voll cool, dass auch Jeff und Ursi nicht nur unser Retreat gehostet haben sondern auch mit teilhaben konnten (links: Jeff beim Footballspielen mit uns). Mit den Kids hatten wir natürlich auch immer voll unsern Spaß, sind ja auch voll die coolen.

Wie immer gibts in meiner Gallerie noch ein paar mehr Bilder.

Schade natürlich nur, dass wir uns so in der Konstellation sehr wahrscheinlich nicht mehr sehen werden, da wir nicht alle zusammen zurückfliegen werden. Aber man weiß ja nie, wie sich unsere Wege in der Zukunft noch kreuzen werden.

Donnerstag und Freitag hab ich dann wieder im Deck gearbeitet, was trotz ziemlicher Müdigkeit voll gut war.
Da ich mit den Deck-Jungs jetzt mehr auf den Skatepark gehe, komm ich da auch mehr in Kontakt mit der Skaterjugend der Gegend. So toll der Sport Skateboarden auch ist, ist es schon erschreckend wie viel da mit Drogen rumgemacht wird :(. Aber gut, dass ich da unsere Jungs, wenn ich mit ihnen gehe, davon weghalten kann und ihnen ein Vorbild sein darf.

Am Samstag gings dann schon wieder nach Moffat, denn mit unserer Bibel-study (Hauskreis) stand das Bible-study-weekend an. Da wir kein komplett freies Wochenende bei jedem gefunden haben, war es zwar jetzt dann nur ein Tag, den wir zusammen in Moffat verbracht haben, der aber trotzdem echt schön war (mit super Sonnenschein, trotz frischer Temperaturen) und guten Gesprächen.

Ach ja, am Donnerstag Nacht hats sogar wieder kurz geschneit ... nya, so ist das Wetter hier halt - stark schwankend. Es soll aber bald wieder wärmer werden :)

Eine gesegnete Woche wünsche ich euch!