Und wie man im Fußball doch vor der Halbzeit immer noch gerne einen Kracher landet, war es für mich letzte Woche in Moffat dann das erste Mal soweit, dass ich unter Jeffs Anleitung meinen ersten eigenen Baum fällen durfte (und war nicht mal so ein kleiner: 20m). Ganz witzig war dann auch, die gefällten Baumstämme (aus denen wir Balken, Bretter und Sidings weiterverarbeiten wollen) mit dem Traktor aus dem Wald zu schleppen. Denn da tagsüber die Temperaturen meist deutlich über Null sind, nachts es aber noch meist gefriert, bestand der Wald der über eine kleine Ansteige aus dem Wald herausgeführt hat, fast nur aus Eis. Dann mit dem Traktor, der sogar Schneeketten dranhatte und ein bis zwei Baumstämmen im Schlepptau, rückwärts wieder den Anstieg runter zu rutschen, war schon Adrenalingeprägt :D
Am Wochenende haben Pat, Otto und ich dann einen Besuch bei den deutschen Urban Promise Interns in Toronto gemacht, waren zusammen bowlen, haben bei uns den von Pat und mir gekochten Schweinebraten gegessen (war echt guut!) und Otto und ich haben dann noch in Toronto übernachtet, um dann am Sonntag die Kirche anzuschauen, in der eines der Urban Promise Camps zuhause ist.
Montag im Deck habe ich mich dann wieder an meine Jungscharzeiten zurückerinnert gesehen, als ich eine Andacht gemacht habe, und die Jungs einfach kein bisschen aufmerksam waren und sich von jeder Kleinigkeit ablenken lassen haben. Denn die Workout-jungs waren bei der bible study voll unkonzentriert und schienen kaum aufzupassen bzw. was mitzunehmen. Aber da gibt es halt mal solche und solche Tage.
Am Dienstag und Mittwoch war in Moffat dann alles ein bisschen anders, weil die Mission-candidates ein dreitätiges Retreat hatten, in dem wir auch ein bisschen mithalfen. So bereiteten wir mit Jeff zusammen einen Parkour vor, der stressige Alltagssituation und Teamarbeit in solchen simulieren sollte, richteten Feuerstellen her, auf denen gezeigt werden sollte, wie man auch mit einfachsten Mitteln Feuer machen konnte (in Afrika vielleicht gar nicht so unnütz das zu können ;-) etc.
So haben wir dann auch den kleinen Teich fürs Eis-skaten und Eishockey-spielen präpariert und es war echt cool zum ersten Mal richtig Eishockey zu spielen (nicht Ball-hockey, wie wir es immer im Deck spielen).
| Eishockey mit den Mission candidates |
Auch die schrecklichen Wetterverhältnisse gestern (Regen und 10cm Schneematch von der übelsten Sorte auf dem Parkplatz vor dem Deck) haben uns im Deck nicht davon abgehalten die Hockeytore rauszuholen.
Wir sind immer noch am rumräumen und umbauen, doch ist es cool zu sehen, dass immer wieder neue Gesichter vorbeischauen und doch auch echt angetan sind von der neuen Lokation und gerne wiederkommen.
Neu ist im Deck jetzt auch seit letzter Woche das Music-Ministry, das Brady (unser Co-Cheff) gestartet hat. Da können Kids kostenlos Gitarren, Schlagzeug und glaub auch Gesangsunterricht bekommen, was eine supercoole Sache ist. Langzeitziel ist dann eine eigene kleine Band aufzubauen.
Zwei unsrer Jungs und ein neuer kommen da jetzt schon zum Gitarrenunterricht.
Zum Schluss aber noch mein persönliches Highlight des Tages gestern: Einer der Jungs hatte sich beim Hockeypielen ziemlich über einen anderen aufgeregt, der nicht ganz fair gespielt hatte. Er fragte mich dann danach, was mich dazu bewegt hat Christ zu werden. Er meinte, es tue ihm immer Leid wenn er sich so aufrege und er wünsche sich Veränderung. Ich konnte ein supergutes Zeugnis geben, was ihn glaub ich auch voll angesprochen hat.
Ist echt enorm wie sehr sich die Jungs in der Zeit seit wir hier sind schon verändert haben, gerade auch er, und ich bete, dass Gott da in ihren Herzen weitermacht!
Ziemlich langer Text heute ... aber um mit Ottos Lieblingszitat zu enden: "You can't always get what you want!" xD
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