Am Samstag brachten Pat und ich Otto zu Verwandten (Großonkel und Großtante oder so ähnlich) in der Niagara Region ca. 1,5h von hier. Was als kleiner Fahrdienst für Otto gedacht gewesen war, verwandelte sich für mich dann aber bald in ein Wochenende voller Erlebnisse und einer Menge neuer Gesichter. Denn Ottos Verwandte, Onkel Abe (Abaraham) und Tante Helga luden mich spontan auch dazu ein dazubleiben - und da ich nichts größeres vorgehabt hatte und Otto zum Glück genügend Kleider dabei hatte sodass es für uns beide reichte, sprach natürlich nicht dagegen :D
So viel Gastfreundschaft wie in diesen paar Tagen habe ich noch selten in meinem Leben erleben dürfen, denn obwohl Otto nur weit mit Abe und Helga verwandt ist, wurden uns von Abe die ganze (wunderschöne) Niagara-Gegend gezeigt, mit ihren riesigen Wein-feldern (ein Bild einer monströsen Erntemaschine ist in der Galerie zu finden) und vielen großen Anwesen, er hat uns die Stadt (St. Catharines) gezeigt, die berühmten Niagara-Stauddämme, den Niagara-Whirlpool und zuletzt dann sogar noch die Niagarafälle (Bilder siehe unten) und wir wurden edel verköstigt, sodass ich am Montag Mittag, als wir nach Milton zurückgefahren sind, um ins Deck zu gehen, ich immer noch das Gefühl hatte zu platzen.
| Der Niagara-Whirlpool |
| Im Vordergrund der amerikanische Teil der Niagara Fälle und im Hintergrund in einer großen Dunstwolke der kanadische Teil |
| Jaaa... der Stein ist ein bisschen im Weg, aber sorry... ist mir erst im Nachhinein aufgefallen :D |
Gerade zum Beispiel die von Abraham und Helga. Ihre Eltern ursprünglich aus Ostpreusen stammend, mussten in den 1930er Jahren aus ihrer damaligen Heimat Russland nach Südamerika fliehen, wo sie dann zuerst in Paraguay wohnten, später dann aber nach Brasilien auswanderten. Abe und Helga wanderten dann wiederum 1967 nach der Geburt ihres dritten Kindes nach Kanada aus, wo sie noch heute mit großer Familie (10 Enkelkindern, 2 Urenkelkindern) leben. Wir durften am Sonntag die meisten von ihnen bei einem mega gutem Essen in einem chinesischen Restaurant kennen lernen. Bei ihrem jüngsten Sohn John waren wir dann sogar am Sonntag zum Superbowl schauen eingeladen - so wurde was ich eigentlich gedacht hab, dass es das Highlight meines Wochenendes wird, zur Nebensache.
Interessant war auch mal das Plattdeutsch zu hören ... ich wusste echt nicht, dass es immer noch so viel Menschen in Südamerika gibt, die noch Plattdeutsch sprechen ... Abe's Kinder sprechen zwar noch Plattdeutsch, die Enkelkinder aber schon nicht mehr, sodass es zwar in Kanada am aussterben ist, man sich aber mit der älteren Generation immer noch problemlos auf Deutsch unterhalten kann!
So einen heftigen Rechtschreibfehler in die Überschrift reinzubauen... autsch :D Hoffentlich hat ihn niemand bemerkt ;)
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