Sonntag, 26. Februar 2012

Nordamerikanisch-deutsche Baukunst

Letztes Wochenende sollte es dann wenns es nach Otto und mir gegangen wäre, endlich mal wieder in die Natur, genauer gesagt, in einen der vielen Nationalparks in der größeren Umgebung hier gehen. Doch leider machte uns Pat ungewollt einen Strich durch die Rechnung, da sie ziemlich krank wurde.
So saßen wir dann ein bisschen in Milton fest und mussten uns so das erste Mal über das Fahrverbot der Liebenzeller Mission für uns hier ärgern, da wir nicht einfach Pats Jeep nehmen konnten und in die Natur gehen.
So war das Wochenende dann halt viel gechille, vor allem nachdem ich mein Knie wieder schonen musste, da ich in der Woche davor mal wieder joggen war, und danach wieder Probleme gehabt hatte.
Montag sollten wir dann aber einen weiteren Einblick in kanadische Häuser-Baukunst bekommen, da wir mit Pat's Sohn ihren Keller anfiengen zu renovieren.
Was unter dem Fußboden und hinter den Rigipsplatten zu finden war, erklärte zwar, warum man im Keller in den letzten Monaten gerne Mal nasse Socken bekommen konnte, aber war für ein 7 (!!!) Jahre altes Haus dann doch erschreckend.
















 Risse im Boden und ein großer Riss in der Wand.

Das wird dann ein Projekt der nächsten Wochen sein, das ganze nachdem es jetzt gereinigt worden ist, wieder herzurichten (von außen wurde der große Riss schon geflickt, noch vor Weihnachten).



Unsere (deutsche) Baukunst - wohl eher Handwerkskunst durften wir dann am Dienstag in Moffat zeigen.
Projekt:     Shaving Horse
Material:   selbsthergestellte Kiefer-Balken,  Bauplan rechts

Vorraussetzung: keine Schrauben, Nägel nur ohne tragende Funktion; Shaving horse muss zusammenklappbar sein


(Zur Erklärung: Ein Shaving Horse verwendet man dazu Schnitzarbeiten, z.B. zum Herstellen von Axtgriffen, zu machen. Durch den mit den Füßen betätigten Hebel ist das ganze deutlich angenehmer und einfache)

:D ... Das hört sich doch mal nach einer Herausforderung an! War echt richtig spaßig und um kurz vor 6 abends konnten war das gute Stück dann auch fertig!




 Gestern waren wir dann mit Pat, Andi und Donata (beides Mission-candidates, die auch schon bei unserem Retreat im November mitgearbeitet haben) im Norden bei den drei christlichen Camps in denen acht der anderen FSJler der LM arbeiten.
War ein langer Tag, erzählenswert aber aus dem Grund, dass wir einen unglaublichen HALBEN Meter Schnee hatten :D ich hätte ja echt gedacht, dass ich das nicht mehr zu Gesicht bekomme hier ;-)
War also doch ein richtig schöner Tag!

Otto und Hannes auf dem Gelände des Muskoka Bible Centers
Zum Schluss habe ich noch ein Anliegen: Nächsten Samstag ist mit dem Deck ein weiterer Fundraiser, um Geld für das neue Deck zu sammeln, der sogenannte "Bowl-A-Thon". Dab wird halt in Teams für ein guten Zweck (-> das Deck!) gebowled. Jeder Spieler versucht dann halt im vorraus ein paar Unterstützer zu sammeln (im Stiele des Sponsorenlaufes von Dynamis, nur ohne Runden xD).
So ist halt jetzt meine Frage ob vielleicht der ein oder andere sich angesprochen fühlt und mich mit einer kleinen Geldgabe unterstützen will. Ich würde mich riesig freuen; auch kleinere Beträge von nur 5 Euro sind mehr als willkommen ;-) (schreibt mich einfach an, ich schick euch dann meine Kontonummer)

be blessed!
Lukas

Freitag, 17. Februar 2012

Halbzeit!! :)

Man -bzw. ich - glaubt es kaum, aber dieses Wochenende steht bei mir schon die Halbzeit meines FSJs an.
Und wie man im Fußball doch vor der Halbzeit immer noch gerne einen Kracher landet, war es für mich letzte Woche in Moffat dann das erste Mal soweit, dass ich unter Jeffs Anleitung meinen ersten eigenen Baum fällen durfte (und war nicht mal so ein kleiner: 20m). Ganz witzig war dann auch, die gefällten Baumstämme (aus denen wir Balken, Bretter und Sidings weiterverarbeiten wollen) mit dem Traktor aus dem Wald zu schleppen. Denn da tagsüber die Temperaturen meist deutlich über Null sind, nachts es aber noch meist gefriert, bestand der Wald der über eine kleine Ansteige aus dem Wald herausgeführt hat, fast nur aus Eis. Dann mit dem Traktor, der sogar Schneeketten dranhatte und ein bis zwei Baumstämmen im Schlepptau, rückwärts wieder den Anstieg runter zu rutschen, war schon Adrenalingeprägt :D

Am Wochenende haben Pat, Otto und ich dann einen Besuch bei den deutschen Urban Promise Interns in Toronto gemacht, waren zusammen bowlen, haben bei uns den von Pat und mir gekochten Schweinebraten gegessen (war echt guut!) und Otto und ich haben dann noch in Toronto übernachtet, um dann am Sonntag die Kirche anzuschauen, in der eines der Urban Promise Camps zuhause ist.

Montag im Deck habe ich mich dann wieder an meine Jungscharzeiten zurückerinnert gesehen, als ich eine Andacht gemacht habe, und die Jungs einfach kein bisschen aufmerksam waren und sich von jeder Kleinigkeit ablenken lassen haben. Denn die Workout-jungs waren bei der bible study voll unkonzentriert und schienen kaum aufzupassen bzw. was mitzunehmen. Aber da gibt es halt mal solche und solche Tage.

Am Dienstag und Mittwoch war in Moffat dann alles ein bisschen anders, weil die Mission-candidates ein dreitätiges Retreat hatten, in dem wir auch ein bisschen mithalfen. So bereiteten wir mit Jeff zusammen einen Parkour vor, der stressige Alltagssituation und Teamarbeit in solchen simulieren sollte, richteten Feuerstellen her, auf denen gezeigt werden sollte, wie man auch mit einfachsten Mitteln Feuer machen konnte (in Afrika vielleicht gar nicht so unnütz das zu können ;-) etc.

So haben wir dann auch den kleinen Teich fürs Eis-skaten und Eishockey-spielen präpariert und es war echt cool zum ersten Mal richtig Eishockey zu spielen (nicht Ball-hockey, wie wir es immer im Deck spielen).















Eishockey mit den Mission candidates

Auch die schrecklichen Wetterverhältnisse gestern (Regen und 10cm Schneematch von der übelsten Sorte auf dem Parkplatz vor dem Deck) haben uns im Deck nicht davon abgehalten die Hockeytore rauszuholen.
Wir sind immer noch am rumräumen und umbauen, doch ist es cool zu sehen, dass immer wieder neue Gesichter vorbeischauen und doch auch echt angetan sind von der neuen Lokation und gerne wiederkommen.

Neu ist im Deck jetzt auch seit letzter Woche das Music-Ministry, das Brady (unser Co-Cheff) gestartet hat. Da können Kids kostenlos Gitarren, Schlagzeug und glaub auch Gesangsunterricht bekommen, was eine supercoole Sache ist. Langzeitziel ist dann eine eigene kleine Band aufzubauen.
Zwei unsrer Jungs und ein neuer kommen da jetzt schon zum Gitarrenunterricht.

Zum Schluss aber noch mein persönliches Highlight des Tages gestern: Einer der Jungs hatte sich beim Hockeypielen ziemlich über einen anderen aufgeregt, der nicht ganz fair gespielt hatte. Er fragte mich dann danach, was mich dazu bewegt hat Christ zu werden. Er meinte, es tue ihm immer Leid wenn er sich so aufrege und er wünsche sich Veränderung. Ich konnte ein supergutes Zeugnis geben, was ihn glaub ich auch voll angesprochen hat.
Ist echt enorm wie sehr sich die Jungs in der Zeit seit wir hier sind schon verändert haben, gerade auch er, und ich bete, dass Gott da in ihren Herzen weitermacht!

Ziemlich langer Text heute ... aber um mit Ottos Lieblingszitat zu enden: "You can't always get what you want!" xD

Dienstag, 7. Februar 2012

Wir schreiben 15°C ... :D

Ich glaube in den Medien geht da so ein Gerücht um, von wegen, die Kaltfront in Europa, sei ein "sibirische Kaltfront" oder so ... ich glaub eher das ist so eine ... kanadische Kaltfront!! :D Zumindest haben wir hier keine Kälte mehr und irgendwo muss die ja hingegangen sein :D. Denn gestern bei 15°C und Sonne im T-Shirt Skateboard zu fahren und dabei auch noch zu schwitzen - das hat sich dann doch weniger kanadisch angefühlt. Aber irgendwie cool ist es schon :) (die Aussichten sind jedoch, dass es in den nächsten Tagen auch hier wieder bis zu -15° geben soll, also ist es bei euch dann vielleicht doch eine sibirische Kältefront ;-) ).

Am Samstag brachten Pat und ich Otto zu Verwandten (Großonkel und Großtante oder so ähnlich) in der Niagara Region ca. 1,5h von hier. Was als kleiner Fahrdienst für Otto gedacht gewesen war, verwandelte sich für mich dann aber bald in ein Wochenende voller Erlebnisse und einer Menge neuer Gesichter. Denn Ottos Verwandte, Onkel Abe (Abaraham) und Tante Helga luden mich spontan auch dazu ein dazubleiben - und da ich nichts größeres vorgehabt hatte und Otto zum Glück genügend Kleider dabei hatte sodass es für uns beide reichte, sprach natürlich nicht dagegen :D


So viel Gastfreundschaft wie in diesen paar Tagen habe ich noch selten in meinem Leben erleben dürfen, denn obwohl Otto nur weit mit Abe und Helga verwandt ist, wurden uns von Abe die ganze (wunderschöne) Niagara-Gegend gezeigt, mit ihren riesigen Wein-feldern (ein Bild einer monströsen Erntemaschine ist in der Galerie zu finden) und vielen großen Anwesen, er hat uns die Stadt (St. Catharines) gezeigt, die berühmten Niagara-Stauddämme, den Niagara-Whirlpool und zuletzt dann sogar noch die Niagarafälle (Bilder siehe unten) und wir wurden edel verköstigt, sodass ich am Montag Mittag, als wir nach Milton zurückgefahren sind, um ins Deck zu gehen, ich immer noch das Gefühl hatte zu platzen.
Der Niagara-Whirlpool

Im Vordergrund der amerikanische Teil der Niagara Fälle und im Hintergrund in einer großen Dunstwolke der kanadische Teil

Jaaa... der Stein ist ein bisschen im Weg, aber sorry... ist mir erst im Nachhinein aufgefallen :D
  Highlight des Wochenendes war aber dann doch so extrem viele neue Leute kennen zu lernen und ihre Lebensgeschichten zu hören.
Gerade zum Beispiel die von Abraham und Helga. Ihre Eltern ursprünglich aus Ostpreusen stammend, mussten in den 1930er Jahren aus ihrer damaligen Heimat Russland nach Südamerika fliehen, wo sie dann zuerst in Paraguay wohnten, später dann aber nach Brasilien auswanderten. Abe und Helga wanderten dann wiederum 1967 nach der Geburt ihres dritten Kindes nach Kanada aus, wo sie noch heute mit großer Familie (10 Enkelkindern, 2 Urenkelkindern) leben. Wir durften am Sonntag die meisten von ihnen bei einem mega gutem Essen in einem chinesischen Restaurant kennen lernen. Bei ihrem jüngsten Sohn John waren wir dann sogar am Sonntag zum Superbowl schauen eingeladen - so wurde was ich eigentlich gedacht hab, dass es das Highlight meines Wochenendes wird, zur Nebensache.
Interessant war auch mal das Plattdeutsch zu hören ... ich wusste echt nicht, dass es immer noch so viel Menschen in Südamerika gibt, die noch Plattdeutsch sprechen ... Abe's Kinder sprechen zwar noch Plattdeutsch, die Enkelkinder aber schon nicht mehr, sodass es zwar in Kanada am aussterben ist, man sich aber mit der älteren Generation immer noch problemlos auf Deutsch unterhalten kann!

Mittwoch, 1. Februar 2012

Snain

Snain (snow+rain) ... so lässt sich das Wetter der letzten paar Wochen Kanada ganz gut beschreiben. Immer wieder gab es mal 10cm Schnee, war dieser aber nach einem Regenschauer am selben oder nächsten Tag schon wieder verflüssigt worden. Da hören sich die Geschichten von Kurzzeitlern vor uns (z.B. von Sam), die durchgehend Schnee von November bis März hatten, wie Geschichten von einem anderen Planeten an.

Auch wenn dieser extrem milde Winter mich als Schneeliebhaber natürlich traurig macht, hat es doch auch seine Vorteile, da wir nun im Deck immer noch voll viel Hockey spielen können.
Da ist der Parkplatz vor dem Deck (der eigentlich zu der Kirche neben dem Deck gehört) richtig gut.
Und langsam klappt es auch echt gut.

Witzigerweise kann es dann gegen später abends dann schon noch richtig kalt werden, sodass wir nach einem Regenschauer dann plötzlich auf einem vereisten Parkplatz standen :D

Eine voll gute Neuigkeit ist, dass der Tyler, von dem ich in meinem letzten Blog eintrag geschrieben habe, jetzt die Woche wieder da war. Es hat ihm glaub ich echt gut getan wieder da zu sein.

Richtig cool war auch als wir Donnertag abend, als nicht so viel los war, Oliver (unser Cheff im Deck für den, der das noch nicht weiß xD) spontan eine Bible-study gemacht, die sich nachher auf über eine Stunde ausgedehnt hat. Voll gut!
Einer unserer Jugendlicher, die eingetlich immer da sind, geht jetzt seit einigen Wochen mit seiner Mutter zusammen immer mit Oliver in dessen Kirche zum Gottesdienst. Richtig cool zu sehen, dass das Deck da auf eine ganze Familie einen so guten Einfluss haben kann!

Am Wochenende hatten wir Besuch aus Toronto von Jonny, der dort bei Urban Promise arbeitet. Wir hatten eine gute Zeit mit viiel "Dominion", dem besten Kartenspiel auf diesem Planeten!! (kleine Werbung am Rande, damit ihr es euch kaufen könnt und schön üben, bis ich nach Deutschland zurückkomme  http://www.amazon.de/Hans-Gl%C3%BCck-48189-Dominion-Jahres/dp/B001EWE4EG/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1328156228&sr=8-1 )


Ich wollte auch noch loswerden, dass ich mich immer unglaublich gefreut habe, wenn ich Euren Namen auf meinem Spendenkontoauszug gelesen habe, und kann mich gar nicht genug dafür bedanken! Wenn ich mich noch nicht persönlich noch nicht bedankt habe, tut es mir Leid! Die Auszüge trudeln immer erst mit einiger Verspätung bei mir ein :D
Lange Rede, kurzer Sinn: VIELEN DANK, dass ihr mir diesen Einsatz möglich macht!


Liebe, schneelose Grüße aus Kanada! (Aber es ist trocken, d.h. morgen steht wieder schön Hockey auf dem Programm!)

Mittwoch, 25. Januar 2012

You live and learn - Man lernt nie aus :-)

Die Erkenntnis des heutigen Blicks auf den Kalender: ich bin schon über drei Monate hier in Kanada (und es fühlt sich doch echt noch wie gestern an, wie ich auf dem Frankfurter Flughafen stehe ...) und es ist schon wieder zwei Wochen her seit meinem letzten Blogeintrag ;-) - Zeit meinem Blog neues Futter zukommen zu lassen ...
Was ein bisschen Schade war, dass wir im Deck einen Abend hatten, wo in der letzten Stunde gar keine Kids mehr da waren; halt nur noch wir Mitarbeiter. Ist blöd, dass es nach den Ferien immer ein zwei Wochen braucht bis dann wieder mehr Jugendliche kommen. Dass noch mehr Kids (konstanter) ins Deck kommen, ist also immer noch ein Anliegen, wo ihr dran denken könnt.
Aber so eine Arbeit mit Jugendlichen ist halt einfach von ups and downs geprägt. Richtig cool in den letzten Wochen war z.B., dass Zach ("Zäck" ausgesprochen xD), eine Junge, der zum ersten Mal kurz vor Weihnachten im Deck war, mit in unsrem Workout programm teilnimmt und auch beim Bibellesen voll dabei ist. Gerade vorgestern war es ihm dann auch noch voll ein Anliegen zu beten, bevor wir nach Hause gegangen sind (sein Großvater ist letzte Woche gestorben, deswegen ist es halt gerade eine schwierige Situation daheim). Das ist zum einen natürlich voll cool, aber andererseits hat Tyler, einer der beiden Kids, die sonst fast jeden Tag im Deck waren, die plötzliche Entscheidung getroffen, jetzt nicht mehr ins Deck zu kommen ... natürlich schon hart, vor allem für Oliver, unseren Cheff, der halt echt so viel Zeit und Energie in die Kids investiert. Aber diesen Montag war er zumindest wieder kurz da und hat vorbeigeschaut.

Dass ich mal lerne würde wie man einen vereisten See in ein Eishockeyfeld verwandelt, hätte ich mir auch nicht gedacht. Doch eines der Projekte der letzten Wochen in Moffat war dann wirklich einen der größen tümpelartigen Seen (nicht der große hinterm Haus), durch spezielle Behandlung mit heißem Wasser und einer von Jeff selbstgebauten Eishockeyfeld-maschine zu "behandeln". Den ganzen Aufwand haben wir gemacht, da am Wochenende ein kanadischer Missionar, der mit indischen und pakistanischen Einwanderungskindern eine richtig coole Arbeit macht, dort mit denen Eishockeyspielen würde und übers Wochenende in Moffat sein würde. Das war dann auch mal richtig cool, die "Idee" bzw. die Vision hinter der Arbeit in Moffat zu sehen. Im Nachhinein hab ich mitbekommen, dass die wohl echt ein schönes Wochenende hatten und so auch Kinder mit Gottes Liebe erreicht wurde! Voll gud!
Heute auch schon wieder was neues gelernt xD - Otto und ich waren in Toronto im Liebencell House (wo die Missionskandidaten wohnen) und haben uns schön als Trockenbauer geübt (im Keller eine Wand issoliert und mit ner Trockenwand versehen), Feuermelder installiert und Heizungen installiert (nicht zu vergleichen mit deutschen...).

Damit auch noch ein bisschen Farbe in den Blogeintrag von heute kommt, hier noch ein paar Bilder, von der spontansten aller spontanen Aktionen, die einem Besuch in einem Reisebüro hier in Milton resultierte ... nämlich unser Urlaub in Cuba vergangene Woche! Mit nur 3 Stunden Flugzeit den -10°C zu entfliehen und bei 30°C am karibischen Strand zu liegen - das hat sich dann doch als richtig coole spontane Idee herausgestellt :) ... und der Kindheitstraum, mal in die Karibik zu gehen, ist dabei auch noch in Erfüllung gegangen ;-)

Sam, Otto und ich mit  einem 1955 Chevrolet


Havanna

Sonntag, 8. Januar 2012

New Year's Eve ... auch Silvester genannt xD

Also, wie schon gesagt, ging es am 27. in die Muskoka Region ins Pioneer Camp, ein Outdoor Education Camp, wo vier unsrer LM-Kurzzeitler (Ben, Philipp, Renan und Mirjam) ihre FSJ machen und für die ganze Gruppe coolerweise eine Lokation organisiert haben.

Was mag wohl ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, wenn 18 junge Leute sich über Silvester treffen? ... Jaaa, richtig: chillen!! :D


So sah das Ganze dann auch meistens aus, war aber echt erholsam auch einfach mal nichts zu machen :)

Doch da wir gleich am ersten Tag richtig schön Schnee bekommen hatten (zwar nicht gerade die 2m die ich immer von Kanada erwartet hatte, aber doch dezente 30cm) blieb es so nicht nur beim chillen ...

... Schneeballschlachten folgten

... eine Schneebar wurde gebaut

... Schneewanderungen gemacht













... auf Gummireifen den Hang runtergeheizt


... ein Ligretto Tournament ausgespielt

Gemeinsam gekocht ...

... und natürlich eine Menge schöner Fotos gemacht!

Schneeschuhwandern, Crosscountry-Skiing, Schlittschuhlaufen und Lagerfeuer bei -25°C durften natürlich auch nicht fehlen (Bilder davon natürlich as usual in meiner Galerie zu finden :D).

Da wir nichts über spezielle kanadische Traditionen für Silvester (engl. New Year's Eve) finden konnten, dachten wir, wir machen die ganze Sache schön Deutsch.
Einen supercoolen, von uns selbst gestalteten Silvestergottesdienst, riiichtig leckerem Fleischfondue, einer genialen Schneebar mit leckerem Punsch, Calpirinha (alkfrei...), guter Musik, einem eigenen Feuerwerk und zu guter letzt einem Schokofondue später, war es dann ein enorm cooles Silvester!
unsere unvergessliche Schneebar

improvisiertes Fleischfondue :D

Als ich dann am 2.Januar nach Milton zurückkam erwartete mich zwei coole Weihnachtskarten und ein großes Weihnachtsgeschenk vom IDENTITY. Das war echt wie ein zweites Weihnachten :D, als ich die ganzen lieben Briefe las und den Riesenfußball zusammenbasteltete und aufhängte.
Und der " I <3 STTG" Schriftzug ist halt auch der Hammer :D. Danke an alle die da mitgewirkt haben!













Dienstag, 3. Januar 2012

Weihnachten in Kanada mit australischem Tagesrythmus :D

Nach einer Weile Funkstille ist es doch jetzt mal wieder Zeit für einen Blogeintrag ...
Kaum war der 4. Advent stand auch schon eine volle Woche an, die in den Weihnachtsfeiertagen ihren Höhepunkt finden sollte.
Das Highlight meiner letzten Arbeitstage in Moffat war, dass Jeff uns zeigte wie man einen Hasen schlachtet. In den letzten beiden Wochen haben nämlich beide Hasen-Mütter einen 8-fachen Nachwuchs bekommen, sodass es Zeit war einige der älteren Hasen BBQ-fertig zu machen :). War echt eine herausfordernde Aufgabe, aber doch auch interessant. Mit Bildern verschon ich euch da lieber :D

Mitte der Woche musste ich mich dann um mein letztes Weihnachtsgeschenk kümmern^^ Pat wurde ja jetzt in ihrer Meinung gestärkt, dass Männer immer auf den letzten Drücker ihre Geschenke kaufen, nachdem Otto, ich und Sam unsere Weihnachtsgeschenke erst so kurzfristig gekauft haben :P. Donnerstag abend kamen dann schon Flo und Nora, beide Kurzzeitler, die im MBC (ein christliches Konferenzcenter in Muskoka) ihr FSJ machen, und die über Weihnachten bei uns sein würden.
Mit denen sollte es dann echt ne richtig coole Zeit werden über Weihnachten!
Hier mal ein Bild von den beiden:



Freitag war aber erstmal unsere große Weihnachtsfeier im Deck. Das erste Mal ist das Deck so richtig im Stile der alten Zeiten vor dem Umzug aus allen Nähten geplatzt. Fast 40 Kids, super Stimmung, Pizza, Hockey, Billard, Spiele etc. ... War echt ein schöner Abschluss des Jahres und wir hoffen natürlich total, dass viele der Jugendlichen, die jetzt das erste Mal da waren von der neuen Lokation auch so begeister sind und nach den Winterferien wiederkommen.

Die nächsten Tage waren dann echt leicht australisch ... australisch, da wir nie vor 2 Uhr ins Bett sind und nie vor 12 Uhr aufgestanden ... Da kann dann schon mal passieren, dass Pats Geschenk für ihren Sohn (bzw. für dessen Katze...) mit Alufolie eingepackt wir ... (sie fand es witzig :D) ... oder beim Nutella-Brownies backen solche "Nebenprodukte" entstehen und die Brownies danach (siehe Gallerie) keine Brownies sondern Schnecken sind.












 Ein klassischer Weihnachtsspaziergang durfte natürlich nicht fehlen, aber wie man auf dem Bild sieht, fehlt der Schnee dann doch schon, aber zumindest schön kalt war es :-)


 Am Heilig Abend war dann noch in der Southside Church Weihnachtsgottesdienst, der echt richtig schön war! Für mich dann ein kleines Highlight des Abends war das Abendessen: Truthahn!
Und es hat meine Erwartungen nicht enttäuscht: es war riiiiichtig gut!

Die nächsten zwei Tage waren dann vor allem von Ausruhen, Ausschlafen (wer hätte es gedacht^^) und vor allem von Verdauen geprägt, da es am 25. bei Pats Tochter gleich noch einmal Truthahn gab und wir am 26. in einem kanadischen Frühstücksrestaurant Breakfast hatte (mein Weihnachtsgeschenk für die anderen), worauf wir keine weitere Mahlzeit für den Tag brauchten xD und uns kaum vom Sofa bewegen konnten :D
Ich hatte leider die Kammera nicht dabei, aber Otto und ich werden da auf jeden Fall nochmal vorbeischauen, dann kann ich euch mal zeigen, wie ein Frühstück aussieht, dass mich in die Knie zwing... (jaa, shame on me!, ich habs nicht geschafft :D).

Nachdem die Weihnachtstage richtig cool vorbei gegangen waren - es zwar total anders war ohne die Family und die ganzen gewohnten Festlichkeiten, was ich manchmal dann doch ein bisschen vermisst habe, standen mir dann aber erstmal noch ein paar Urlaubstage bevor, die ganz besonders zu werden versprachen, denn es sollte für knapp eine Woche mit 15 der 17 anderen deutschen Interns ins Pioneer Camp 3 Stunden nördlich von hier gehen!

Ich bin jetzt zwar schon wieder daheim, aber der Blogeintrag ist denk ich mal  schon lang genug; jedoch kann ich schon soviel sagen, dass die Silvestertage der Hammer waren! Um schonmal ein bisschen Lust auf den nächsten Blogeintrag zu machen, hier ein Bild ;-) ... Lasst euch einfach überraschen!